ZDF weist Kritik von WAZ-Chef Christian Nienhaus zurück

Freitag, 04. Mai 2012
"Gesprächsbereitschaft mehrfach zum Ausdruck gebracht": ZDF-Intendant Thomas Bellut
"Gesprächsbereitschaft mehrfach zum Ausdruck gebracht": ZDF-Intendant Thomas Bellut


Das Verhältnis zwischen den Zeitungsverlagen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk kühlt sich nach der vorsichtigen Annäherung der vergangenen Monate wieder spürbar ab. Das ZDF hat die Kritik von WAZ-Chef Christian Nienhaus zurückgewiesen. Dieser hatte ARD und ZDF vorgeworfen, sie seien von den bereits erzielten Einigungen wieder abgerückt. "ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut ist irritiert über die Äußerungen von Herrn Nienhaus und darüber, dass dieser öffentlich und einseitig das Ende der Verhandlungen zwischen ARD, ZDF und BDZV über eine gemeinsame Erklärung verkündet", verkündete ZDF-Sprecher Joachim Stock am Freitag per Pressemitteilung. Bellut habe seine Gesprächsbereitsschaft mehrfach zum Ausdruck gebracht und warte seit seinem Amtsantritt Mitte März auf einen neuen Verhadlungstermin. "Es trifft auch nicht zu, dass das ZDF bereits erzielte Einigungen wieder infrage gestellt hat. Nach unserer Auffassung liegen die Positionen nicht so weit auseinander. Eine Verständigung wäre aus unserer Sicht weiterhin möglich", betont Stock.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger BDZV hatte am Montag überraschend bekannt gegeben, dass die Verleger an ihrer Klage gegen die Tagesschau-App der ARD festhalten. Zuvor hatte es nach monatelangen Verhandlungen so ausgesehen, als könnten sich die Zeitungsverlage und die öffentlich-rechtlichen Sender auf eine gemeinsame Erklärung einigen. ARD und ZDF seien aber von dem bereits erzielten Verhandlunbgsergebnis aber wieder abgerückt, begründete der BDZV seine Kehrtwende. dh
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