ZDF vor Jobabbau: KEF fordert Einsparungen in Höhe von 75 Millionen Euro

Dienstag, 27. Dezember 2011
Das ZDF muss Millionen einsparen
Das ZDF muss Millionen einsparen

Das ZDF muss seinen Gürtel enger schnallen. Satte 75 Millionen Euro soll der Mainzer Sender in der kommenden Gebührenperiode von 2013 bis 2016 einsparen, weil er mehr Personal beschäftigt, als ihm die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zugesteht. Das bestätigt ein ZDF-Sprecher gegenüber HORIZONT.NET. "Die Geschäftsleitung arbeitet derzeit ein Gesamtpaket aus, ein Teil davon ist sicherlich die Reduzierung freier Mitarbeiter", erklärt der Sprecher - und bestätigt damit eine Vorabmeldung des "Hamburger Abendblatts". Der Springer-Titel hatte berichtet, dass das ZDF etwa 250 Stellen wegrationalisieren müsste, um das Sparziel in Höhe von 75 Millionen Euro zu erreichen. Dem Bericht zufolge sollen von den Kürzungen in erster Linie freie Mitarbeiter betroffen sein. Darunter fallen allerdings weder die hoch bezahlten Moderatoren und Regisseure noch jene freien Mitarbeiter, die "Abendblatt"-Autor Kai-Hinrich Renner dem sogenannten "zweiten Kreis" zuordnet. Diese sind fest angestellten Beschäftigten im Prinzip gleichgestellt. Lediglich die etwa 1000 Beschäftigten des "dritten Kreises", also die ganz normalen Freien, müssten um ihre Jobs bangen.

Nach Angaben des ZDF-Sprechers ist die Rationalisierung bei der freien Belegschaft allerdings nur eine von vielen geplanten Maßnahmen. So habe das ZDF bereits im Oktober einen Einstellungsstopp beschlossen. Ohnehin seien nicht nur Freie vom Sparkurs betroffen: "Es werden sicher auch Planstellen wegfallen", sagt der Sprecher. So könnten beispielsweise Stellen, die durch Verrentung frei würden, künftig nicht mehr neu besetzt werden. Dasselbe gilt für den Fall einer Elternzeit. Außerdem werde darüber nachgedacht, die vor einigen Jahren abgeschafften Regelungen für einen Vorruhestand wieder einzuführen. "Hier ist aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen", so der Sprecher. mas
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