ZDF ist mit Sparmaßnahmen zufrieden

Freitag, 05. Dezember 2003

Das ZDF hat das Defizit für die Ende 2004 auslaufende Gebührenperiode auf 111 Millionen Euro beziffert. Ursprünglich prognostiziert war nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders ein Minus von 210 Millionen Euro gewesen. Die Reduzierung des Gesamtdefizits sei "unter großen gemeinsamen Anstrengungen trotz gravierender Einnahmen-Einbrüche bei der Werbung gelungen", heißt es vom Sender. Der Fernsehrat betonte, das ZDF habe die in den vergangenen Jahren eingeleiteten "Maßnahmen zur Aufwandsminderung" erfolgreich abgeschlossen. So seien seit 1993 rund 1000 Stellen - rund 25 Prozent der Belegschaft - abgebaut worden.

Der Haushaltsplan für 2004 hat einen Gesamtumfang von 1,9 Milliarden Euro. 105 Millionen Euro fallen für Sport-Großveranstaltungen wie die Olympischen Sommerspiele in Athen und die Fußball-WM in Portugal an. Insgesamt sollen die Aufwendungen im Vergleich zum laufenden Jahr um 8,4 Prozent zunehmen. Eine Absage erteilte der Fernsehrat den Vorschlägen der Ministerpräsidenten von Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, aus Spargründen Programme wie Arte und 3 Sat zusammenzulegen. Außerdem müsse jegliche Diskussion um eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unabhängig von der Gebührenfestlegung geführt werden. ra
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