ZDF investiert nächstes Jahr 2,1 Milliarden Mark ins Programm

Montag, 14. Dezember 1998
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Im kommenden Jahr wird das ZDF rund 2,1 Milliarden Mark, das sind 76 Prozent der Gesamtaufwendungen, ins Programm investieren. 99 Millionen Mark des neuen Haushalts müßten allerdings fremdfinanziert werden, vor allem aufgrund des geplanten Neubaus für das Berliner Hauptstadtstudio und für den Erwerb von Spitzensport-Rechten, erklärte ZDF-Intendant Dieter Stolte. Die Werbeumsätze sollen sich 1999 auf 302,5 Millionen Mark belaufen. Die Sponsoring-Umsätze sind mit 27 Millionen Mark eingeplant. Zugleich teilte Stolte mit, daß das ZDF spätestens ab 1. Januar 2000 mit einem eigenen Videotext-Angebot aufwarten wolle. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Videotextes entstünden dem ZDF Wettbewerbsnachteile, würde man weiter an dem gemeinsamen Angebot mit der ARD festhalten. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat indes die diesbezüglichen Pläne des ZDF kritisiert. Einwerbefinanzierter ZDF-Videotext verzerre den Wettbewerb zu Lasten der privatwirtschaftlichen Mediendienste. Seit dem Mediendienstestaatsvertrag von 1997 stehe fest, daß Videotext- und Onlineangebote nicht mehr als Rundfunk eingeordnet und so durch Werbung finanziert werden dürften, hieß es beim BDZV.
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