ZDF Werbefernsehen: Strauch will Rabattschlacht nicht mitmachen

Mittwoch, 13. Mai 2009
Hans-Joachim Strauch
Hans-Joachim Strauch

Hans-Joachim Strauch, Geschäftsführer der seit Jahresbeginn als ZDF Werbefernsehen GmbH firmierenden Vermarktung des ZDF, will sich aus der aktuellen Rabattschlacht heraushalten. "Ich finde, es ist doch Betrug an den Werbungtreibenden, 10, 20 oder gar 30 Prozent der Fläche stark rabattiert an den Markt zu geben, nur um 2 Prozent netto zu gewinnen", kritisiert er im HORIZONT-Interview. Der Werbeblock werde damit ausgedehnt und die Chance eines jedes einzelnen Werbungtreibenden, gesehen zu werden, nehme proportional ab. Er verzichte daher lieber auf Vollauslastung, als die Flächen stark vergünstigt auf den Markt zu bringen. "Wenn die Nachfrage in bestimmten Bereichen anzieht, können wir den Markt immer noch zu normalen Konditionen mit reichweitenstarken Terminen bedienen", sagt Strauch. 

Bei der Entscheidung von Strauch spielt - wie bei der ARD auch - die besondere Situation des Senders eine Rolle. Da überwiegend gebührenfinanziert, wäre Politik und Verbrauchern schwer zu vermitteln, wenn der ohnehin begrenzte Werbeplatz auch noch verschleudert würde. pap

Das vollständige Interview mit Hans-Joachim Strauch erscheint in HORIZONT 20/2009 vom 14. Mai.
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