ZDF-Mediathek erreicht dank Fußball-WM Rekordzugriffe

Dienstag, 13. Juli 2010
Rekordzugriffe dank WM: Die ZDF Mediathek
Rekordzugriffe dank WM: Die ZDF Mediathek

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika hat ARD und ZDF nicht nur traumhafte Einschaltquoten beschert: Auch im Internet hat das Sportereignis die Zugriffszahlen auf die Angebote der Öffentlich-Rechtlichen in die Höhe getrieben. So haben die Online-Portale des ZDF in den vier Wochen der Fußball-WM 35,9 Millionen Visits erzielt. Laut ZDF entspricht das einem Plus von fast 50 Prozent im Vergleich zu den Monaten vor der WM und der beste Wert für das ZDF überhaupt. 12,7 Millionen Visits entfielen auf das Sportportal sport.zdf.de.

Besonders interessant sind die Zugriffszahlen auf das Bewegtbildangebot: Die ZDF Mediathek verzeichnete während der Weltmeisterschaft insgesamt 37,7 Millionen Zugriffe. Beim Viertelfinal-Spiel zwischen Deutschland und Argentinien wurden bis zu 190.000 Livestreams ausgespielt.

"Diese Zahlen zeigen, dass die Zuschauer bei einer Fußball-WM ein begleitendes, ergänzendes und vor allem interaktives Angebot im Internet erwarten und goutieren. Der Ball gehört eben einfach ins Netz!", kommentiert ZDF-Chefredakteur Peter Frey. Die ARD hat bislang keine genauen Zugriffszahlen veröffentlicht. Eigenen Angaben zufolge erreichte das Bündelangebot ARD Online im Juni 58,7 Millionen Visits. Zum Vergleich: Im Mai waren es 48,8 Millionen.

Private Medienunternehmen werden diese Zahlen mit Interesse zur Kenntnis nehmen. Die Online-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind den privaten Sendern und Verlagen seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Sie sehen in den Angeboten eine gebührenfinanzierte und damit marktverzerrende Konkurrenz zu ihren eigenen Internetportalen. Laut Rundfunkstaatsvertrag dürfen die Angebote von ARD und ZDF nur noch sendungsbezogen sein und müssen einen sogenannten Drei-Stufen-Test durchlaufen, der unter anderem sicherstellen soll, dass gebührenfinanzierte Websites den Verlagsangeboten keine direkte Konkurrenz machen. dh
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