ZDF-Intendant wehrt sich gegen EU-Regelungsversuche

Mittwoch, 30. September 1998
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Mit "Besorgnis" hat der ZDF-Intendant Dieter Stolte auf die Kritik des EU-Kommissars Karel van Miert an den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten reagiert. Anstalten wie ARD und ZDF, so wird van Miert in der "Süddeutschen Zeitung" zitiert, sollten ihre Gebühren im Milliardenhöhe künftig nicht mehr dazu verwenden, Unterhaltungsshows zu produzieren oder Fußballspiele zu kaufen. Der Einsatz von Gebührengeld benachteilige die private Konkurrenz und sei deshalb "wettbewerbsverzerrend". Laut Stolte gehören Unterhaltungs- und Sportsendungen ebenso zum Funktionsauftrag von ARD und ZDF wieInformation, Bildung und Kultur. Dieser "umfassende Grundversorgungsauftrag" sei dem Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder in Deutschland 1994 von dem damaligen Präsidenten der Europäischen Kommission Jacques Delors schriftlich bestätigt worden.
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