ZDF-Intendant Bellut: "Einigung mit Verlegern ist möglich"

Freitag, 06. Juli 2012
Thomas Bellut will wieder mit den Verlegern sprechen
Thomas Bellut will wieder mit den Verlegern sprechen
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ZDF-Intendant Thomas Bellut strebt in der Auseinandersetzung über die Online-Aktivitäten von ARD und ZDF weiter eine Einigung mit den Verlegern an. "Aus meiner Sicht ist eine Einigung mit dem BDZV weiter möglich", sagte der Intendant bei der Sitzung des ZDF-Fernsehrats in Berlin. Es bestehe kein grundsätzlicher Konflikt, glaubt Bellut, zudem stünden die ZDF-Angebote auch nicht in der Kritik der Verleger. Bei einer Verständigung gehe es ihm lediglich darum, dass nicht Texte mit Texten verglichen werden. "Das macht keinen Sinn", sagte Bellut. Für die Beurteilung der Presseähnlichkeit müssten die jeweiligen Gesamtangebote betrachtet werden.

Der Fernsehrat hat einem von Bellut vorgelegten Formulierungsvorschlag zugestimmt, mit dem der Intendant doch noch eine Einigung mit den Verlegern erreichen will. Ob diese zu neuen Gesprächen mit ARD und ZDF bereits sind, ist allerdings fraglich. Die Gespräche zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und den Verlegern liegen derzeit auf Eis. WAZ-Chef Christian Nienhaus hatte ARD und ZDF Anfang Mai vorgeworfen, wieder von der bereits fertig ausgehandelten "Gemeinsamen Erklärung" abgerückt zu sein und lehnt weitere Gespäche daher ab. Am 19. Juli wird vor dem Landgericht Köln erneut über die Klage der Verleger gegen die Tagesschau-App der ARD verhandelt. Ob es zuvor noch einmal zu direkten Gesprächen zwischen den Parteien kommt, erscheint daher fraglich. dh

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