ZAS meldet leichte Erholung im Anzeigenmarkt / "Stern" belegt Platz 1

Freitag, 24. September 2010
Mit 1900 Anzeigenseiten platziert sich der "Stern" an der Spitze der ZAS
Mit 1900 Anzeigenseiten platziert sich der "Stern" an der Spitze der ZAS

Die Zentrale Anzeigen Statistik (ZAS) des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) meldet für die ersten neun Monate dieses Jahres ein stabiles Niveau im Werbemarkt. Insgesamt registrierte der VDZ rund 117.000 Anzeigenseiten, was einem leichten Plus von 0,34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch wenn das Niveau 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise recht niedrig war, kann dies dennoch als erstes Anzeichen für eine leichte Erholung gedeutet werden, da die vergangenen Monaten durch Rückgänge geprägt waren.

Den nach Anzeigenseiten größten absoluten Zuwachs erzielt "Schöner Wohnen" mit rund 314 zusätzlichen Seiten. Der größte Verlierer nach absoluten Zahlen ist die Zeitschrift "Ct Magazin für Computertechnik" mit einem Rückgang von knapp 107 Anzeigenseiten. Das Magazin mit den meisten Anzeigenseiten kommt aus dem Hause Gruner + Jahr: Der "Stern" belegt den Spitzenrang vor dem direkten Konkurrenten "Spiegel" sowie den People-Magazinen "Gala" und "Bunte".

Außerdem verzeichnet der "Stern" unter den Nachrichtenmagazinen die größten Zuwächse. Mit einem Plus von rund 6 Prozent kommt die Zeitschrift auf knapp 1900 Anzeigenseiten. "Der Spiegel" steigert sich um immerhin 4,3 Prozent auf 1600 Seiten. Dagegen muss das Nachrichtenmagazin "Focus" aus dem Hause Burda Einbußen hinnehmen. Hier geht es um knapp 2 Prozent abwärts, sodass der Titel von Januar bis September knapp 1500 Anzeigenseiten zählt. Die Gattung der Aktuellen Magazine, zu der die drei Titel gehören, verbucht insgesamt einen deutlichen Zugewinn von 10,8 Prozent. Noch besser performen nur die Supplements (plus 14,9 Prozent).

Die stärksten Rückgänge muss die Gattung IT- und Telekommunikationszeitschriften hinnehmen. Sie verliert insgesamt rund 19 Prozent Anzeigenseiten. Prozentual verbucht "Chip" in dieser Kategorie mit minus 15,4 Prozent den größten Einbruch. Deutliche Verluste müssen außerdem die Wirtschaftspresse (minus 6 Prozent), Lifestylemagazine (minus 6,9 Prozent) und die Jugendzeitschriften (minus 6,4 Prozent) hinnehmen.

Lange wird es die ZAS nicht mehr geben. Wie HORIZONT im Juli aus Verlagskreisen erfahren hat, soll sie zum Jahresende abgeschafft werden. Der Grund ist der begrenzte Aussagewert der monatlichen Erhebung. So berücksichtigt die ZAS gedruckte - und nicht in jedem Fall bezahlte - Inserate inklusive Eigen-, Medien- und Freianzeigen. Außerdem fehlt jeder monetäre Bezug, da eben nur Seiten gezählt werden. bn
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