ZAS: Stagnation im Werbemarkt hält an

Freitag, 30. Juli 2010
Schöner Wohnen legt zu
Schöner Wohnen legt zu

Die Zentrale Anzeigen Statistik (ZAS) des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) meldet für die ersten sieben Monate dieses Jahres ein stagnierendes Anzeigenseiten-Niveau. Das Minus der rund 400 erfassten Zeitschriften liegt gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 0,36 Prozent. Zum Vergleich: Von Januar bis Juni 2010 lag das Minus bei 0,3 Prozent, von Januar bis Mai bei minus 0,6 Prozent. Den nach Anzeigenseiten größten absoluten Zuwachs erzielt diesmal "Schöner Wohnen" mit rund 270 zusätzlichen Seiten . "Jolie" verliert rund 69 Anzeigenseiten und hat damit den stärksten absoluten Rückgang. Das Magazin mit den meisten Anzeigenseiten kommt aus dem Hause G+J: Der "Stern" liegt vor "Gala", "Spiegel", "Bunte" und "Brigitte".

Bei den Nachrichtenmagazinen liegt  „Der Spiegel" stabil bei 1189 Anzeigenseiten (plus 0,82), „Focus" rückläufig bei 1112 Anzeigenseiten (minus 52,2) und der „Stern" bei 1400 Anzeigenseiten (plus 24,61). Die Gattung der aktuellen Magazine, zu der die drei Titel zählen, verbucht insgesamt die größten Zugewinne - nämlich ein Plus von rund 9 Prozent. IT- und Telekommunikationsmagazine haben dagegen nach wie vor einen schweren Stand auf dem Anzeigenmarkt (minus 20 Prozent). Auch Wirtschafts- (minus 9 Prozent) und Jugendpresse (minus 8 Prozent) verlieren klar.

Ein Blick auf das traditionell reichweitenstarke Programmiesegment: Insgesamt verliert die Gattung knapp 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichsraum. Dabei verlieren die großen vierzehntäglichen Programmies „TV Digital" (minus 62), „TV Movie" (minus 35) und „TV Spielfilm" (minus 27). Dagegen können die wöchentlichen Programmzeitschriften „Funk Uhr" (plus 59), „Fernsehwoche" (plus 25) und „TV Hören und Sehen" (plus 19) Boden gut machen.

Der Aussagewert der ZAS-Zahlen steht ohnehin gerade mal wieder in der Diskussion. Nach HORIZONT.NET-Informationen wollen die Zeitschriftenhäuser die ZAS zum Jahresende abschaffen, da sie nur gedruckte - und nicht in jedem Fall bezahlte - Inserate, inklusive Eigen-, Medien- und Freianzeigen zählt. se
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