ZAS: Keine Trendwende im Anzeigenmarkt in Sicht

Dienstag, 02. April 2002

Noch ist keine Wende im Anzeigengeschäft der deutschen Publikumszeitschriften in Sicht. So meldet die Zentrale Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ für den März zwar einen deutlichen Anstieg der verkauften Seiten gegenüber den beiden Vormonaten, doch unter dem Strich bleibt ein Minus von rund 11 Prozent im Vergleich zum 1. Quartal 2001.

Hauptleidtragende der anhaltenden Konjunkturschwäche sind die Boomsegmente der Vorjahre: Unter den größten Anzeigenverlierern des 1. Quartals 2002 tummeln sich ausnahmslos Wirtschaftsmagazine und Computerzeitschriften. Der Wirtschaftspresse fehlen in den ersten drei Monaten des Jahres rund 27 Prozent des Anzeigenvoluminas des Vorjahreszeitraums.

Vor allem die Anlegerblätter leiden weiter unter dem schlechten Börsenklima. Die in der ZAS aufgelisteten Börsenblätter verkauften ein gutes Drittel weniger Anzeigenseiten an Volumina als im 1. Quartal 2001. Die weltweit schlechte Marktsituation für Computer bekommt auch das Anzeigengeschäft der PC-Presse zu spüren. Das Segment büßt ein Viertel seiner Anzeigenseiten des Vorjahres ein.

Unterschiedlich betroffen sind die Großverlage von der Anzeigenbaisse. So meldet Marktführer Gruner + Jahr Volumenrückgänge von insgesamt 9 Prozent, die Titel unter dem Dach des Axel-Springer-Verlags verkauften 8,4 Prozent weniger Anzeigenseiten. Burda und Bauer kommen mit Einbußen von 4,1 beziehungsweise 3,4 Prozent relativ glimpflich davon.
Meist gelesen
stats