ZAS: Computer-Presse stürzt ab

Mittwoch, 27. Februar 2002

In den ersten beiden Monaten des Jahres fahren die Publikumszeitschriften ein Minus von 5000 Seiten oder 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Neben der Wirtschaftspresse, deren Anzeigenminus sich auf 22,6 Prozent beläuft, trifft es zur Zeit die Computerpresse besonders hart. Die PC-Titel verkauften in den beiden ersten Monaten 2002 gerade mal 4875 Seiten. Damit fehlt dem Segment ein Drittel des Volumens der Vorjahresmonate.

Stephan Scherzer, Mitglied der Geschäftsleitung des IDG-Magazine-Verlag: "Das Minus bei der Publikumstiteln spiegelt die allgemeine Konsum- und Investitionszurückhaltung wider." So kamen dem IDG-Flaggschiff "PC-Welt" 23,4 Prozent des Vorjahresergebnises abhanden. Zum einen wurden Ende 2001 aus Unsicherheit Werbegelder sehr lange zurückgehalten oder gestrichen, zum anderen macht sich das Aus vieler werbefreudiger Dotcom-Firmen bemerkbar.

Auch die Buchungen im Vorfeld der CeBIT wurden laut Scherzer im Vergleich zum ohnehin schlechten Vorjahr weiter reduziert. Der Verlagsmanager rechnet aber damit, dass von der Computermesse positive Impulse ausgehen. Dennoch glaubt er nicht an einen schnellen Aufschwung. Scherzer: "Wir stellen uns darauf ein, dass sich der Werbemarkt erst zum Herbst erholen wird."
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