ZAS: Anzeigenmarkt geht im März um 4,2 Prozent zurück

Freitag, 26. März 2010
Vogue: im März auf der Verliererseite
Vogue: im März auf der Verliererseite

Sah es in den Anfangsmonaten des Jahres noch nach Stabilität aus, ist der Anzeigenmarkt im März wieder deutlicher eingebrochen. Laut der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ verbuchten die Publikumszeitschriften kumuliert in den Monaten Januar bis März brutto minus 4,21 Prozent weniger Anzeigenseiten als im Vorjahreszeitraum. Im Januar waren es noch 0,03 Prozent weniger, im Februar minus 1,37 Prozent. Dabei zählen sowohl bezahlte Anzeigen als auch Gegengeschäfte und Eigenwerbung der Medienhäuser in die ZAS-Statistik. Zu den Gewinnern - ermittelt nach absoluten Zuwächsen - in diesem Monat gehören das Programmsupplement „Prisma West" (plus 51,6 Prozent), „Gala" (plus 21,3) sowie „Schöner Wohnen" (plus 58,3) und „Bunte" (plus 11,5). Auf der Verliererseite stehen diesmal die Modetitel „Vogue" (minus 15,4 Prozent) und „Instyle" (minus 15,4). Interessant: Auf dem Lesermarkt schlagen sich die beiden Titel dagegen gut, beide verzeichneten zuletzt leichte Zuwächse. Auch „Freizeit Revue" (minus 26,5), sowie das unter neuer Chefredaktion stehende Politmagazin „Cicero" (minus 42,5) und das „Ct Magazin" (minus 8) müssen laut ZAS-Statistik Einbußen hinnehmen.

Traditionell anzeigenstark ist das Segment der Aktuellen Magazine. Hier erzielen G+Js „Gala" und die Konkurrenzzeitschrift von Burda „Bunte", die höchsten Zuwächse. Unter den drei Nachrichtenmagazinen schneidet „Der Spiegel", der gerade von der Lead Academy zum Lead Magazin des Jahres gekürt wurde, mit plus 9,4 Prozent am besten ab - „Focus" (minus 2,8) und „Stern" (minus 0,6), verlieren beide leicht. Dennoch: „Der Stern" hat mit kumuliert 572,16 Anzeigenseiten die meisten aller ZAS-geprüften Magazine.

Die Peoplezeitschriften für jüngere Leserinnen haben mittlerweile alle ein ähnliches Anzeigenniveau erreicht. Bauers „Life & Style" kommt auf 104 Anzeigenseiten, der Schwestertitel „Intouch" auf 125. Die Konkurrenzblätter „OK" (124) und „In - das Star & Style Magazin" (114) kommen auf ähnliche Größen. Klambt-Neuling „Grazia", erst seit Februar im Markt, hat in der ZAS-Statistik die Mitbewerber mit insgesamt 133 Anzeigenseiten bereits abgehängt.

Ähnlich anzeigenstark wie die aktuellen Magazine ist auch das Programmie-Segment. Hier erzielt  - wieder gerankt nach absoluten Zuwächsen - Springers Klassiker „Hörzu", der seit Monaten in seine Modernisierung investiert, hohe Zuwächse (plus 16,2 Prozent), ebenso wie „TV Hören und Sehen" (plus 16,5). Die nach Auflage größten Programmzeitschriften haben allerdings mit Verlusten zu kämpfen: Burdas „TV Spielfilm" (minus 15,2 Prozent), Springers „TV Digital" (minus 5,4) sowie Bauers Titel „TV 14" (minus 4,7) und „TV Movie" (minus 8,8) verbuchen weniger Anzeigenseiten. se
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