ZAS: Anzeigenmarkt erholt sich im April

Freitag, 30. April 2010
Knapp 35 Prozent mehr Anzeigen: "Schöner Wohnen"
Knapp 35 Prozent mehr Anzeigen: "Schöner Wohnen"

Nach einem deutlichen Einbruch im März von minus 4,2 Prozent erholt sich der Anzeigenmarkt wieder. Laut der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) verbuchten die Publikumszeitschriften im April insgesamt 15.200 Anzeigenseiten. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem deutlichen Zuwachs von knapp 9 Prozent. Dank dieser positiven Entwicklung im April hat sich das Minus für die ersten vier Monate 2010 auf nur noch 0,7 Prozent reduziert. "Der wirtschaftliche Aufschwung im deutschen Werbemarkt ist eindeutig bei den Zeitschriften angekommen. Das Print-Geschäft zieht wieder an", kommentiert Holger Busch, Geschäftsführer Marketing Anzeigen im VDZ.

Zu den Gewinnern - ermittelt nach absoluten Zuwächsen in den ersten vier Monaten  - gehören wie bereits in der letzten Erhebung das Programmsupplement "Prisma West" (plus 52,4 Prozent), das People-Magazin "Gala" (plus 21,7 Prozent) sowie "Schöner Wohnen" (plus 34,9 Prozent). Auf der Verliererseite stehen dieses Mal die Titel "C't Magazin für Computertechnik" (minus 7,7 Prozent), "Reader's Digest" (minus 47,5 Prozent) und "Freizeit Revue" (minus 19,9 Prozent).

Traditionell stark ist das Segment der Aktuellen Magazine. Insgesamt steigt hier die Zahl der Anzeigenseiten um 8,6 Prozent. Den größten Zuwachs verbucht der Titel "In - Das Star & Style Magazin" mit plus 24,3 Prozent, gefolgt von "Gala" und "OK!" (plus 17,1 Prozent). Unter den drei Nachrichtenmagazinen schneidet "Der Spiegel" mit plus 6,8 Prozent am besten ab, dicht gefolgt vom "Stern" mit plus 6,6 Prozent. Der Konkurrent "Focus" muss dagegen einen Einbruch verkraften. Das Minus beträgt hier knapp 3 Prozent.

Von dem positiven Trend im Werbemarkt konnten außerdem die Gattungen Wöchentliche Frauenzeitschriften (plus 4,3 Prozent), vierzehntägliche Frauenzeitschriften (plus 8,4 Prozent), Wohn- und Gartenzeitschriften (plus 4,8 Prozent) und Ess-Zeitschriften (plus 9,4 Prozent) profitieren. bn
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