ZAS: Anzeigenkurve weiter im Tal

Montag, 31. März 2003

Ein Krieg und seine Folgen: Wie die Ergebnisse der Zentralen Anzeigenstatistik des VDZ (ZAS) zeigen, ist Zurückhaltung momentan für viele Werbungtreibende oberstes Gebot. Die etablierten Zeitschriften verkaufen deshalb im 1. Quartal 2003 9,3 Prozent weniger Anzeigenseiten als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Damals belief sich das Minus auf 11 Prozent. Weiter am härtesten getroffen von der Anzeigen-Baisse sind die sogenannten Entscheidertitel: Der "Stern" büßt 15,8 Prozent seines Anzeigenumfangs des Vorjahres ein, bei "Focus" sind es 26,8 Prozent, beim "Spiegel" 27,1 Prozent.

Weiter talwärts zieht es auch die Wirtschaftspresse: 23 Prozent weniger Anzeigenvolumen. Recht gut läuft es wieder bei einigen Computerzeitschriften; dadurch liegt das Segment nur 6,6 Prozent im Minus. Topseller im Frühjahr sind die "Computer Resellers News": Das PC-Händlermagazin meldet 30 Prozent mehr Volumen und verdrängt "Focus" erst einmal von der Pole-Position als anzeigenstärkster Titel.

Auch andernorts gibt es Gewinner: Die Jugendzeitschriften legen, wenn man die unzähligen Newcomer abzieht, um 6,8 Prozent zu, die wöchentlichen Frauentitel erreichen ohne Blutauffrischung sogar 8,6 Prozent. Das deutlichste Plus schaffen die TV-Supplements, die 13,1 Prozent mehr Seiten mit Werbung verkaufen. he
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