ZAS: Anzeigengeschäft ist weiter auf Talfahrt

Montag, 01. Juli 2002

Die Publikumszeitschriften haben im 1. Halbjahr 2002 rund 12 Prozent weniger Anzeigenseiten als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verkauft. Schwarze Zahlen melden nur acht von 23 Zeitschriftensegmenten, dagegen klagen mehr als die Hälfte über zweistellige prozentuale Verluste. Deutliche Wachstumssignale senden nur die Jugendtitel (plus 12,5 Prozent), die Programmsupplements (plus 8,8 Prozent) und die Programmzeitschriften (plus 6,5 Prozent) aus.

Dagegen klettert das Anzeigengeschäft der Wirtschaftspresse immer tiefer in den Keller: Das Minus gegenüber dem Vorjahr hat sich laut der Zentralen Anzeigenstatistik des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger von 27 Prozent im 1. Quartal auf 28,2 Prozent im 2. Quartal 2002 erhöht. Allein der "Wirtschaftswoche" fehlt im 1. Halbjahr 2002 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres über ein Viertel des Anzeigenvolumens, die Börsenblätter melden ein Drittel weniger Anzeigenseiten.

Ein dickes Minus verzeichnen auch die Computer- und Onlinetitel: Während die Umfänge der PC-Titel um 21,5 Prozent geschmolzen sind, sind es bei den Internetmagazinen sogar 24,5 Prozent.
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