ZAK verhängt Geldstrafen für Gewinnspielsendungen

Mittwoch, 16. September 2009
Der ZAK hat in sechs Fällen Bußgelder verhängt.
Der ZAK hat in sechs Fällen Bußgelder verhängt.

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) hat Bußgelder gegen verschiedene Fernsehsender verhängt. Im Rahmen der neuen Gewinnspielsatzung musste beispielsweise Sat.1 wegen Verstößen in der Sendung "Quizznight" 40.000 Euro zahlen. Das Vierte wurde mit insgesamt 12.000 Euro Geldbuße für Regelwidrigkeiten in den Sendungen "Spiel mit mir" und "Cashquizz" bestraft. Demnächst sollen auch gegen den Sender 9live sieben Ordnungswidrigkeitsverfahren durchgeführt werden. "Die Landesmedienanstalten machen so ihre Ankündigung wahr, die Regelungen der Gewinnspielsatzung konsequent anzuwenden. Es ist nicht hinnehmbar, wenn Verbraucher und Nutzer im Rahmen von Gewinnspielsendungen getäuscht oder an der Nase herumgeführt werden. Das werden die Landesmedienanstalten unterbinden", erklärt Thomas Langheinrich, Vorsitzender der ZAK. Weiterhin ärgere sich die Kommission besonders über Wiederholungstäter, die trotz Gesprächen in der Vergangenheit erneut die gleichen Verstöße begehen. Positiv zu erwähnen sei die RTL-Familie, die erkennen lasse, die Vorgeben ernst zu nehmen. In seiner nächsten Sitzung im Oktober will sich die Kommission mit weiteren Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung auseinandersetzen.

Gegen 9live werden sieben Verfahren durchgeführt.
Gegen 9live werden sieben Verfahren durchgeführt.
Die ZAK setzt sich aus den gesetzlichen Vertretern der 14 Landesmedienanstalten zusammen. Sie ist abschließend zuständig für die Zulassung bundesdeutscher Rundfunkveranstalter. Darüber hinaus werden Fragen der Zulassung und Kontrolle bundesweiter Veranstalter, Plattformregulierung sowie die Entwicklung des digitalen Rundfunks bearbeitet. HOR
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