Youtube-Urteil: Google muss nicht alle Nutzerdaten offenlegen

Dienstag, 15. Juli 2008
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Google hat sich mit dem Medienkonzern Viacom und anderen Fernsehrechte-Inhabern über den Umgang mit Nutzerdaten auf seiner Video-Plattform Youtube geeinigt. Demnach stellt das Online-Unternehmen Viacom zwar umfangreiche Nutzerdaten zur Verfügung, blende aber Benutzernamen und Internetadresse seiner Kunden aus. Das teilte der Konzern Medienberichten zufolge am gestrigen Montag mit. Im offiziellen Youtube-Blog heißt es dazu etwas schwammig: "Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Viacom, MTV und andere Prozessparteien ihre ursprüngliche Forderung nach der Video-Historie aller Nutzer zurückgezogen haben. Wir werden diese Informationen nicht veröffentlichen".

Im Streit um die Verletzung von Urheberrechten hatte ein US-Gericht entschieden, dass Google den Klägern Millionen von Verbindungsdaten offen legen muss. Mit der Auswertung der Daten will der Konzern Viacom, zu dem der Musiksender MTV und die Paramount-Filmstudios gehören, sowie eine Gruppe von Sammelklägern um die englische Fußballliga beweisen, dass viele auf Youtube abrufbare Videos Urheberrechte verletzten.
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