Yahoo zeigt Microsoft und Icahn erneut die kalte Schulter

Montag, 14. Juli 2008
Yahoo schickt Microsoft schon wieder in die Wüste
Yahoo schickt Microsoft schon wieder in die Wüste

Inzwischen ist die Übernahmeschlacht zwischen Microsoft und Yahoo fast schon zu einer unendlichen Geschichte geworden: Microsoft hat dem Internetunternehmen gemeinsam mit dem Yahoo-Aktionär Carl Icahn ein neues Angebot unterbreitet - und Yahoo hat wieder einmal abgelehnt. Die Offerte hätte eine Teilung des Unternehmens im kalifornischen Sunnyvale bedeutet. Das Suchmaschinengeschäft hätte der Softwarekonzern Microsoft übernommen, die übrigen Anteile des Konzerns hätte Icahn gekauft, der bereits 5 Prozent der Anteile hält.

Yahoo begründete seine Ablehnung damit, dass das Angebot nicht im Interesse der Aktionäre sei. Der Grund: Die kürzlich besiegelte Partnerschaft mit Google sei finanziell wertvoller und weniger riskant als der Vorschlag von Microsoft und Icahn.

Zudem habe das Angebot keinerlei Spielraum für Verhandlungen geboten. Die Offerte war laut Yahoo am Freitagabend mit der Aufforderung eingegangen, sie innerhalb von 24 Stunden anzunehmen. "Es ist aberwitzig, anzunehmen, dass unser Vorstand solch ein Angebot akzeptiert", schimpft Yahoo-Chairman Roy Bostock. Gleichzeitig betont er jedoch, dass der Konzern weiterhin für Vorschläge offen sei, die den Aktionären Vorteile bringen.
Meist gelesen
stats