Yahoo will offenbar Personal abbauen

Freitag, 06. April 2001

Beim angeschlagenen Internetportal Yahoo könnte es schon bald zu massiven Entlassungen kommen. Dies berichtet der US-Branchendienst "E-Marketer" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.

Das weltweit größte Internetportal war in den vergangenen Monaten aufgrund sinkender Einnahmen durch Onlinewerbung in eine schwere Krise geraten. Mehrere Manager des Portals - darunter auch Verkaufs- und Marketing-Leiter Anil Singh, Kanada-Geschäftsführer Mark Rubinstein und Europa-Chefin Fabiola Arredondo - hatten daraufhin ihren Hut nehmen müssen. Auch CEO Tim Koogle hat seinen Rücktritt angekündigt.

Das Unternehmen versucht nun durch die Einführung von kostenpflichtigen Angeboten wieder die Gewinnzone zu erreichen. So startete Anfang April in den USA ein kostenpflichtiger Finanzservice. In Europa wurde erst vor wenigen Tagen eine Kooperation mit dem Softwarehaus SAP bekannt gegeben, die eine gemeinsam Entwicklung und Vermarktung von Unternehmensportalen vorsieht.

Noch vor drei Monaten hatte Yahoo Gerüchte über eine Entlassungswelle heftig dementiert. Seitdem hat sich jedoch die wirtschaftliche Situation weiter verschärft. Yahoo will nach eigenen Angaben in der kommenden Woche im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz zu den Gerüchten Stellung beziehen.
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