Yahoo will aufgrund schlechter Quartalszahlen erneut Stellen streichen

Mittwoch, 22. April 2009
Der Gewinn von Yahoo ist dramatisch eingebrochen
Der Gewinn von Yahoo ist dramatisch eingebrochen

Der Internetriese Yahoo verzeichnet angesichts der Wirtschaftskrise drastische Rückgänge. Der Umsatz sank im 1. Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,58 Milliarden US-Dollar, der Reingewinn brach sogar um 78 Prozent auf 118 Milliarden Dollar ein. Angesichts dieser Zahlen ist es wohl nur wenig tröstlich für den Konzern, dass Analysten ein noch schlechteres Ergebnis erwartet hatten. Zum Vergleich: Konkurrent Google hat sowohl Umsatz als auch Gewinn steigern können. Die seit Jahresbeginn amtierende Yahoo-Chefin Carol Bartz hat wie erwartet Kürzungen angekündigt. Rund 5 Prozent der circa 13.000 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Der Konzern mit Hauptsitz im kalifornischen Sunnyvale hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Stellen gestrichen, um das verlangsamte Wachstum zu kompensieren. Zuletzt wurde im Dezember 1400 Mitarbeiter gekündigt.

Die schlechte Quartalsbilanz schürt wieder einmal Gerüchte um eine mögliche Übernahme durch Microsoft. Bartz soll sich Mediengerüchten zufolge erst kürzlich mit Microsoft-Chef Steve Ballmar getroffen haben. Sie streitet jedoch ab, dass es zu einem Verkauf oder auch Teilverkauf kommt. bn
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