Yahoo verkauft Alibaba-Anteile und behält Geld für Investitionen

Mittwoch, 19. September 2012
Yahoo-Chefin Marissa Mayer
Yahoo-Chefin Marissa Mayer

Es ist vielleicht nicht so viel Geld, wie die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer gehofft hatte, doch einige 100 Millionen Dollar dürften nach dem Verkauf von Alibaba-Anteilen beim Unternehmen direkt hängen bleiben. Wie bereits im Mai angekündigt, hat Yahoo die Hälfte seiner Anteile an dem chinesischen Internetunternehmen verkauft. Brutto 7,6 Milliarden Dollar spült das in die Kassen des US-Konzerns, abzüglich Steuern und Gebühren bleiben 4,3 Milliarden Dollar hängen, von denen 3 Milliarden ausgeschüttet werden. Mayer hatte im August angedeutet, einen größeren Teil der Einnahmen aus dem Aktienverkauf behalten zu wollen, um Yahoos Basis zu verstärken. Abzüglich der bereits an die Aktionäre ausgezahlten 646 Millionen Dollar werden nun aber doch 85 Prozent der Nach-Steuer-Einnahmen ausgeschüttet. Jedoch verbleibe "eine bedeutende Menge an Kapital im Unternehmen, um in die Zukunft zu investieren", so Mayer in der Pressemitteilung zu dem Deal.

Dem US-Konzern fehlt derzeit eine zukunftsfähige Strategie. Mayer, die Google mit aufgebaut hat, soll diese finden. Mayers Ankündigung, für den Umbau auch investieren zu wollen und dafür das Geld aus dem Alibaba-Deal zu nutzen, hatte bei den Aktionären für Unmut gesorgt. Dass nun doch der Großteil der Einnahmen ausgeschüttet wird, dürfte ein entsprechendes Zugeständnis an die Shareholder sein.

Der Alibaba-Anteil, den Yahoo behält, sinkt damit auf rund 23 Prozent. Er ist circa 8,1 Milliarden Dollar wert. Diesen Anteil kann Yahoo erst nach dem Börsengang von Alibaba verkaufen. pap
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