Yahoo und Großinvestor Icahn einigen sich

Dienstag, 22. Juli 2008
Yahoo-Chef Jerry Yang bleibt im Amt
Yahoo-Chef Jerry Yang bleibt im Amt

Der Internetkonzern Yahoo und Großinvestor Carl Icahn legen ihren Streit bei. Der Milliardär und zwei weitere Vertreter, die er benennen kann, dürfen in den Verwaltungsrat einziehen. Mit der Einigung vermeiden beide Seiten einen Eklat zur bislang mit Spannung erwarteten Hauptversammlung am 1. August. Icahn wollte dort die Mehrheit im Verwaltungsrat übernehmen und den Weg für eine Übernahme durch Microsoft frei zu machen.

Der derzeit neun Mitglieder umfassende Verwaltungsrat wird um zwei Sitze aufgestockt. Da Robert Kotick, langjähriges Board-Mitglied und Vorstandsvorsitzender des Spielesoftware-Herstellers Activision, sich nicht zur Wiederwahl stellen wird, kann Icahn künftig de facto über drei Sitze bestimmen. Einziehen könnte neben Icahn selbst Jonathan Miller, derzeit Partner der Velocity Interactive Group.

Ob der damit schwelende Streit zwischen Icahn und Yahoo-CEO Jerry Yang endgültig beigelegt wird, ist allerdings zweifelhaft. Während Yang seit Wochen versucht, den Kauf durch Microsoft zu verhindern, steht Icahn den Offerten des Softwareriesen offen gegenüber. "Ich glaube zwar weiterhin, dass der Verkauf der ganzen Firma oder der Verkauf des Suchmaschinengeschäfts im Rahmen der richtigen Transaktion in Betracht gezogen werden sollte, teile aber die Ansicht, dass Yahoos wertvolle Sammlung von Vermögenswerten ihm eine Position verleiht, um die Online-Führerschaft auszubauen und die Einnahmen der Anteilseigner zu steigern", teilte Icahn gestern mit.
Meist gelesen
stats