Yahoo und Deutsche Telekom arbeiten an digitalen Vertriebsplattformen

Freitag, 11. Februar 2011
Livestand soll noch im 1. Halbjahr für Tablets verfügbar sein
Livestand soll noch im 1. Halbjahr für Tablets verfügbar sein


Der Erfolg von Apples Internetshop iTunes Store ruft immer mehr Konkurrenten auf den Plan, die sich eine Scheibe vom Geschäft mit digitalen Inhalten abschneiden wollen. Yahoo hat mit "Livestand" einen personalisierbaren News-Kiosk für Tablet-Computer und Smartphones vorgestellt, und auch die Deutsche Telekom arbeitet offenbar an einer eigenen digitalen Vertriebsplattform. Livestand von Yahoo ist als offene Plattform angelegt und soll damit für Konsumenten, Publisher und Werbekunden gleichermaßen attraktiv sein. Nutzer sollen aus einer Vielzahl kontinuierlich wechselnder Inhalte auswählen können. Diese können je nach Interessen, Standort oder Tageszeit individuell personalisiert werden. Die für Touchscreens optimierte Oberfläche soll eine intuitive Interaktion ermöglichen.

Contentanbietern verspricht Yahoo eine einfache Einrichtung und Handhabung ihrer Angebote und den direkten Kontakt mit Nutzern. Werbungtreibenden will Yahoo Content- und gerätespezifische Targeting-Lösungen anbieten. Eine interaktive Leinwand soll Werbung im Magazinstil ermöglichen.

"Tablets und Mobiltelefone werden immer populärer, und die digitalen Medien halten mit dieser Entwicklung bisher kaum Schritt. Konsumenten finden noch nicht die Print-Publikationen, die sie sonst offline kaufen, und Publisher und Werbetreibende können die gewünschten Zielgruppen auf diesem Weg noch nicht wirklich erreichen", sagt Blake Irving, Executive Vice President und Chief Product Officer von Yahoo. "Livestand ist eine einzigartige Umgebung, die Usern ein lebendiges, interessantes und attraktives Nutzerlebnis bietet. Publisher und Werbekunden können über Livestand regelmäßig auf aktuelle Inhalte zurückgreifen."

Livestand soll in der ersten Jahreshälfte für das iPad und Android-Tablets verfügbar sein. Versionen für Smartphones und Browser sollen folgen.

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, arbeitet auch die Deutsche Telekom an einer eigenen Vertriebsplattform für digitale Inhalte. "Wir sprechen mit Inhalteanbietern darüber, Produkte über Webportale zu verkaufen als auch gebündelt mit Geräten oder eigenen Diensten", zitiert das Blatt Edward Kozel, der als Vorstand die Bereiche Technologie und Innovation verantwortet. Details nennt der Manager allerdings noch nicht. Die Telekom will in diesem Jahr zahlreiche mobile Dienste und Produkte vorstellen, darunter auch ein Bezahlsystem für Mobiltelefone. dh
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