Yahoo nimmt Porno-Angebote wieder vom Netz

Dienstag, 17. April 2001

Nach massiven Protesten amerikanischer Familienorganisationen säubert das Internetportal Yahoo seine Seiten vom Sex- und Porno-Artikeln, kurze Zeit nachdem die amerikanische Yahoo-Website um die Rubrik Erotica & Adults erweitert wurde. Die Sex- und Porno-Erzeugnisse sollen innerhalb der nächsten Wochen aus den Website-Bereichen Online-Shopping und Auktionen sowie den Anzeigen von Yahoo komplett herausgestrichen werden.

Rückläufige Umsätze aus der Online-Werbung veranlassen Portalbetreiber zur Suche nach neuen Einnahmequellen. Beispielsweise kündigte Yahoos Vorstands-Chef Tim Koogle an, den Anteil der Werbung am Gesamtumsatz des Unternehmens von 90 Prozent auf 80 Prozent in diesem Jahr zu senken.

In den USA machen Internet-Angebote die größten Umsätze mit Pornographie. Es wirkt naheliegend, dass Yahoo im Porno-Markt Geschäfte nicht entgehen lassen wollte. Strategisch wichtig für die Einnahmen von Yahoo kann das Geschäft mit Sex- und Pornographie-Erzeugnissen aber nicht sein, kommentierten amerikanische Beobachter. Sonst hätte das Unternehmen nicht so rasch auf die Proteste der religiösen Gruppen und Familienorganisationen in den USA reagiert.
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