Yahoo erhöht die Prognosen für 2002

Donnerstag, 11. April 2002

Yahoo sieht sich auf dem Weg der Besserung. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr immer weiter in die Verlustzone gerutscht war, hat die Geschäftsführung nun die Prognosen für 2002 erhöht. So will das Unternehmen die Rentabilität gemessen am Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) gegenüber dem Vorjahr verdoppeln.

Nach derzeitigem Stand wird für das Gesamtjahr ein Ebitda von umgerechnet 119 bis 147 Millionen Euro erwartet. Insgesamt erwartet das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von gut 980 bis gut einer Milliarde Euro. Die positiven Prognosen werden insbesondere mit der jüngsten Übernahme der zum Teil gebührenpflichtigen Online-Jobbörse Hotjobs begründet.

Um die Abhängigkeit vom derzeit schwachen Online-Werbemarkt weiter zu verringern, will Yahoo in Zukunft auch neue Dienstleistungen für Abonnenten anbieten. Diese würden ab dem kommenden Quartal eingeführt. Bereits im 1. Quartal 2002 hat Yahoo eigenen Angaben zufolge bei den Erlösen aus kostenpflichtigen Dienstleistungen und Abonnements deutlich zugelegt. So sei der Umsatz in diesem Bereich von 37,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf nunmehr 62 Millionen Euro angestiegen.

Unter dem Strich ist die Yahoo-Bilanz im 1. Quartal 2002 dennoch rot. Den Nettoverlust gibt Yahoo mit 61 Millionen Euro an. Operativ ergab sich vor Sonderposten ein Gewinn von 11,95 Millionen Euro.
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