Yahoo: Anleger fordern Aktienrückkaufprogramm

Dienstag, 09. Oktober 2012
Yahoo-Chefin Marrissa Mayer
Yahoo-Chefin Marrissa Mayer

Die Entscheidung der Yahoo-Spitze, einen großen Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Alibaba-Anteils als Dividende auszuschütten, stößt bei institutionellen Anlegern auf Kritik. Sie fordern, die Mittel für den Rückkauf eigener Aktien einzusetzen. Eine Ausschüttung würde ein falsches Signal setzen. Mit einem Aktienrückkaufprogramm würde die neue Unternehmenschefin Marrissa Mayer dagegen zeigen, dass sie an die Zukunft des einstigen Internetpioniers glaubt. Die Ausschüttung von rund 3 Milliarden US-Dollar aus dem  Verkaufserlös der Yahoo-Anteile an dem chinesischen Internetuntermnehmen Alibaba könne dagegen als Eingeständnis gewertet werden, dass das Management keine Vision für die Zukunft von Yahoo hat. Der Analyst Bret Harriss von Gabelli & Co. rechnet damit, dass sich der Aktienkurs von Yahoo im Fall eines Rückkaufs innerhalb eines Jahres auf 32 Dollar verdoppeln könnte, berichtet die "Financial Times Deutschland".

Yahoo hatte kürzlich die Hälfte seines Anteils an dem chinesischen Internetkonzern Alibaba für 7,6 Milliarden Dollar verkauft. Der größte Teil des Netto-Erlöses soll als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. dh
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