Yahoo: Aktionärsrevolte bleibt aus

Montag, 04. August 2008
Bleibt im Sattel: Jerry Yang
Bleibt im Sattel: Jerry Yang

Im Vorfeld der Hauptversammlung des Internetkonzerns Yahoo war viel spekuliert worden. Es galt als sicher, dass die Aktionäre ihrem Ärger über die geplatzte Übernahme durch Microsoft Luft machen und der Vorstandsvorsitzende Jerry Yang seinen Posten abgeben muss. Doch nichts dergleichen geschah. Das Yahoo-Management wurde entlastet und es gab nur wenig Kritik. Der Grund: Yang hatte zuvor mit seinem größten Widersacher, dem Großaktionär Carl Icahn, einen Pakt geschlossen. Gegen einen Sitz im Verwaltungsrat verzichtete er auf seine Revolte. Er gab sich sogar ungewohnt friedfertig. "Obschon wir bei vielen Punkten verschiedene Meinungen haben, hoffe ich, dass dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein wird", zitiert ihn die "Süddeutsche Zeitung".

Auf der Hauptversammlung wurde Yang mit 85 Prozent der Ja-Stimmen in seinem Amt bestätigt. Das sind zwar 5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, doch angesichts des Querelen im Vorfeld ist es ist immer noch ein deutlicher Sieg. bn

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