X-Factor startet trotz neuer Jury verhaltend

Montag, 27. August 2012
RTL holte mit "X-Factor" zum Start 13,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen
RTL holte mit "X-Factor" zum Start 13,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen

Euphorie sieht anders aus. Die dritte Staffel der Casting-Show "X-Factor" startete am Wochenende mit durchwachsenen Quoten. Die Auftakt-Show am Samstag auf RTL holte gerade mal 13,5 Prozent Marktanteil bei den Jüngeren, die Sonntagsfolge auf Vox 9,6 Prozent. Zum Vergleich: die Staffel 2011 kam im Schnitt auf 10,4 Prozent.
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Der Auftakt dürfte vor allem deshalb enttäuschend sein, weil Vox die Show einer Überarbeitung unterzogen hat. Die wichtigste Veränderung ist die neue Jury. Trompeter Till Brönner, der in Staffel 1 und 2 an der Seite von Sängerin Sarah Connor saß, ist nicht mehr mit dabei. Auch Das Bo, der in Staffel 2 Produzent Georges Glueck ersetzte, fehlt. Stattdessen urteilt Connor nun mit H.P. Baxxter von Scooter (siehe Interview vom 27. Juli 2012), mit Produzent Moses Pelham und der Sängerin Sandra Nasic. Zudem hat Vox den Sendetag verändert. Die ersten beiden Staffeln liefen dienstags, nun ist Sonntag der X-Factor-Tag.  



Alle großen Casting-Shows taten sich zuletzt schwer und stehen vor einem Neustart. Im Herbst startet auch noch "Das Supertalent" auf RTL, ebenfalls mit neuer Jury. Pro Sieben und Sat 1 schicken die 2. Staffel von "The Voice" ins Rennen, so dass zeitweise drei Casting-Shows parallel laufen werden.

"X-Factor"-Jurorin Sarah Connor hatte im Interview mit HORIZONT im Vorfeld zwar noch gesagt, "die Quote ist mir egal". Doch ganz so egal dürfte es nun auch nicht sein. Die gute Nachricht lautet jedoch: Zwar holte die Vox-Sendung weniger Marktanteil, aber dafür mit 1,32 Millionen 14- bis 49-Jährigen rund 120.000 mehr Zuschauer, als bei RTL. pap
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