Wyman-Prognose: TV-Gesamtmarkt stagniert, Video wächst

Donnerstag, 25. Oktober 2012
Steinkrauß' Vortrag macht das Überangebot im Bewegtbildmarkt deutlich
Steinkrauß' Vortrag macht das Überangebot im Bewegtbildmarkt deutlich

Der TV-Markt mit all seinen Erlösen wird in den kommenden Jahren stagnieren. Das Volumen wird von 12,8 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf gerade mal 13 Milliarden Euro im Jahr 2016 steigen. Das prognostiziert zumindest die Unternehmensberatung Oliver Wyman. Darin eingerechnet sind neben den Werbeerlösen unter anderen auch die Distributionserlöse von Kabel und Satellit und Pay-TV-Einnahmen. "Die Zeiten von wirklich echtem Gesamtmarktwachstum sind vorbei", sagt Niko Steinkrauß, Partner von Oliver Wyman. In einzelnen Feldern sieht Steinkrauß allerdings durchaus Wachstumspotenzial. So werden die Bewegtbildwerbeerlöse in Online und Mobile pro Jahr um ein Viertel steigen und bis 2016 über 3 Prozent zum Gesamtmarkt beitragen. Video-on-Demand und Pay-TV werden jährlich ein Fünftel zulegen um dann 2016 rund 17 Prozent zum Markt beizusteuern.

Für die TV-Sender bedeutet diese Entwicklung jedoch große Herausforderungen. "Es gibt ein Überangebot an Videoinhalten", sagt Steinkrauß angesichts 578 TV-Kanälen und 1418 Web-TV-Angeboten. Die Anbieter müssen ihre Inhalte auffindbar machen und die richtigen Preise finden. "Die Bewertung von Inhalten wird künftig stärker Daten- und Analysegetrieben sein", prognostiziert Steinkrauß. pap
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