Wunderman-Manager Volker Helm wird CEO von Initiative Deutschland

Donnerstag, 11. Februar 2010
Volker Helm führt Initiative Deutschland
Volker Helm führt Initiative Deutschland

Zehn Monate lang hat Richard Beaven einen Nachfolger für Marianne Dölz gesucht. Nun wurde der weltweite CEO des Medianetworks Initiative (IM) fündig. Schon Ende März wird Volker Helm auf dem Chefsessel der Hamburger Mediaagentur Platz nehmen, der seit Mai 2009 verwaist ist. Seitdem führt mit Mathias Glatter, Thorsten Schulz und dem Finanzchef Dirk Schröder ein Triumvirat aus altgedienten IM-Managern die Agentur. Für Beaven waren sie von Anfang an eine Interimslösung, "denn ich habe mich die ganze Zeit darauf konzentriert, die richtige Führungsperson für Initiative in Deutschland zu finden", betont Beaven gegenüber HORIZONT.

Während seiner monatelangen Suche machten viele Gerüchte um potenzielle Kandidaten für den IM-Posten die Runde. Zuletzt wollte sogar Michael Dunke, CEO der IM-Schwester Universal McCann (UM) nicht ausschließen, dass in Kürze auch in Deutschland Mediabrands als eigenständige Marke eingeführt wird. Unter diesem Dach bündelt der Mutterkonzern Interpublic seine beiden Mediamarken IM und UM. Doch diesen Plänen erteilt IM-Boss Beaven nun eine endgültige Absage. Seinen Angaben zufolge wird Mediabrands im deutschen Markt nicht etabliert. Beide Networks sollen wie bisher als eigenständige Agenturen im Markt agieren.

Während seiner langen Suche nach einem Deutschland-Chef für IM wuchs allerdings das Unverständnis darüber, warum weder Glatter noch Schulz eine Chance gegeben wurde und der gesamte Markt über die künftige Führung der Agentur im Unklaren gelassen wurde. Für das Super-Pitchjahr 2009 waren das keine guten Voraussetzungen.

Wie Beaven auf Nachfrage betont, bleibt das bisherige Führungstrio an Bord und soll mit dem im Mediageschäft bislang unerfahrenen CEO Helm ein Managementteam bilden. Stattdessen kann Helm Know-how im digitalen Bereich, Direktmarketing und im Datenmanagement bieten.

Bis dato war er Managing Director der Münchner Niederlassung von Wunderman. Davor arbeitete er in verschiedenen und zum Teil internationalen Positionen für Ogilvy One. Bei Initiative soll er nicht zuletzt im digitalen Geschäft Gas geben. das ist auch das Motto für das gesamte Netzwerk.

Dass der Mutterkonzern Interpublic über den Verkauf von IM, UM oder gar von beiden Mediatöchtern nachdenken soll, über den seit Jahren vor allem in der britischen und amerikanischen Fachpresse spekuliert wird, ist dem weltweiten CEO Beaven nicht bekannt. ejej 
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