"Wunder von Dortmund": Von Platzstürmen, Quotenrekorden und Rassismus-Vorwürfen

Mittwoch, 10. April 2013
Robert Lewandowski ließ Borussia-Fans jubeln
Robert Lewandowski ließ Borussia-Fans jubeln

Für Fußballfans war die Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Malaga am gestrigen Abend wie Weihnachten und Ostern zusammen. Die sensationelle Aufholjagd in dem bereits verloren geglaubten Viertelfinale, die der amtierende deutsche Meister in der Nachspielzeit mit zwei Treffern noch für sich entschied, stieß nicht nur bei Borussen-Fans auf großes Interesse. Dafür spricht jedenfalls der enorme Zuschauer- beziehungsweise User-Ansturm, den einige Medien verzeichneten.
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Besonders drastisch wirkte sich der User-Ansturm auf die Website des Fußballmagazins "11 Freunde" aus. Der Hinweis auf der "11 Freunde"-Facebook-Seite auf die gesammelten Pressestimmen zur Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Malaga genügte, um die Website komplett zusammenbrechen zu lassen. "Entschuldigung, wir haben gerade einen Platzsturm", lautete die Botschaft, die bis vor kurzem auf der Website zu lesen war. Inzwischen ist die Website wieder online.

Sky mit Quotenrekord

Vom Sensationssieg des BVB profitiert hat auch der Pay-TV-Sender Sky. Wie ein Sprecher gegenüber HORIZONT.NET erklärt, sahen sich gestern exakt 1,18 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren die Partie auf Sky an. "Das ist die bislang beste Quote, die Sky seit Beginn der Ausweisung im Jahr 2009 mit der Champions League eingefahren hat", so der Sprecher. Den bisherigen Bestwert erzielte Sky am 20. Februar 2013 bei der Partie FC Arsenal gegen Bayern München. Damals waren 1,17 Millionen Zuschauer dabei. Die wahre Anzahl der Sky-Zuschauer dürfte noch viel höher liegen. Denn in den 1,18 Millionen sind die Nutzer des mobilen Angebots Sky Go genauso wenig mit eingerechnet wie alle jene, die sich die Partie in einer Sky-Sportsbar angesehehen haben.

Malagas Präsident sorgt für Eklat auf Twitter

Auch auf Twitter sorgte das Spiel für reichlich Wirbel. Als schlechter Verlierer outete sich Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani, Präsident des spanischen Fußball-Erstligisten. "Ich bin traurig, dass wir so ausscheiden. Ungerecht und rassistisch", twitterte der Milliardär. Ob er damit darauf anspielte, dass der 3:2-Siegtreffer aus einer Abseitsposition heraus erzielt wurde, ist unklar. Auch Malagas zwischenzeitlicher 2:1-Führungstreffer war ein Abseitstor. Der Scheich hatte den Club im Jahr 2010 für 25 Millionen Euro gekauft. Im vergangenen Sommer gab er den Verein zum Aufkauf frei und stellte Geldflüsse ein. Ob und wie die Uefa auf die Vorwürfe reagiert ist unklar. mas
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