Würtenberger heizt Wettbewerb zwischen TV und Print weiter an

Mittwoch, 21. Oktober 2009
Peter Würtenberger ist seit einem Jahr Chef von ASMI
Peter Würtenberger ist seit einem Jahr Chef von ASMI

Im Wettstreit zwischen den Mediengattungen TV und Print um die Etats der Hersteller von Fast Moving Consumer Goods (FMCG) zieht Peter Würtenberger, Vermarktungschef bei Axel Springer, eine erste positive Bilanz. "Wir haben bei "Bild", "Bild am Sonntag" und Bild.de die Umsätze mit FMCG-Unternehmen in den ersten neun Monaten um 40 Prozent gesteigert", verrät der Manager im Interview mit HORIZONT. Für die Zukunft sieht Würtenberger noch viel Potenzial in diesem Segment: "Wir stehen erst am Anfang." Er geht daher weiter in die Offensive und will den TV-Vermarktern noch mehr Budgets abjagen. "Wenn die FMCG-Unternehmen, die teilweise ja noch komplett auf Fernsehen setzen, in Zukunft 10 bis 15 Prozent ihres Budgets für "Bild" und "Bild am Sonntag" reservieren, bin ich glücklich. Wir wollen uns als relevanter Mitbewerber zu den großen TV-Sendern etablieren."

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Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 43/2009, die am 22. Oktober erscheint.

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Er hofft auf das Umschwenken der Werbungtreibenden, da "Monokulturen" - sprich die Platzierung aller Budgets im TV - gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten "für eine ertragreiche Ernte nicht besonders förderlich" seien. "Auch FMCG-Hersteller können es sich nicht leisten, die großen Zielgruppen jenseits der 40 zu vernachlässigen", argumentiert der Chef des Zentralvermarkters Axel Springer Media Impact (ASMI).

Für das kommende Jahr rechnet er mit Konsumzurückhaltung. Würtenberger glaubt daher, "dass taktische Werbung noch stärker ins Zentrum rücken wird" - eine These, die er auch heute auf dem HORIZONT-Werbekongress 2009 vertrat. Sobald die Restrukturierungen der Unternehmen abgeschlossen seien, komme aber auch Imagewerbung wieder zurück, wovon vor allem Zeitschriften profitieren könnten - vorausgesetzt, sie bieten "neue, innovative Konzepte". bn/js
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