Wort statt Werbung: ARD-Radios berichten mehr als Private

Freitag, 26. Oktober 2012
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Die Programmstrukturen von öffentlich-rechtlichen Radiosendern und Privaten unterscheiden sich vor allem in einem: Dem Wortanteil. Öffentlich-Rechtliche haben im Schnitt einen Wortanteil von 18 Prozent und einen Nachrichtenanteil von 14 Prozent. Der der Privaten liegt bei 14 beziehungsweise 12 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des House of Research im Auftrag des privaten Rundfunkverbandes VPRT. Der Musikanteil liegt dagegen bei beiden gleich auf mit 60 Prozent bei den ARD-Wellen und 61 Prozent bei den Privatsendern. Was die Privaten an Wortanteil weniger haben, setzen sie für Werbung ein. Während auf den Öffentlich-Rechtlichen im Schnitt 6 Prozent der Programmzeit auf Werbung entfallen, sind es bei den Privaten 10 Prozent.

Untersucht hat House of Research für die Studie "Hörfunk-Profile 2012" acht öffentlich-rechtliche und 27 private Sender. Das Marktforschungsunternehmen hat die Beiträge zudem nach dem geografischen Bezug kategorisiert und Themen in Wort- und Nachrichtenbeiträgen verglichen. Demnach senden die Privaten deutlich mehr Beiträge aus der Region. Bei den Öffentlich-Rechtlichen stehen üübergreifende Themen und auch Berichte aus Europa und der Welt im Vordergrund. pap
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