Wolfram Weimer: Neustart als Verleger mit "Börse am Sonntag"

Dienstag, 13. März 2012
Wolfram Weimer kauft Wirtschafts-Verlagsgruppe
Wolfram Weimer kauft Wirtschafts-Verlagsgruppe

Wolfram Weimer, einst gefeiert als Erfinder von "Cicero", danach gescheitert als Chefredakteur von "Focus", meldet sich zurück: Der Lieblingsautor des wertkonsvervativen, diskursfreudigen Bildungsbürgertums wird Verleger und kauft die Publikumsmedien der Finanzpark AG. Das mit dem Verleger werden klingt toll, das, was Weimer übernimmt, allerdings bestenfalls mittel-aufregend: Es geht um Titel wie "Börse am Sonntag" und ein Dutzend weiterer Marken, die allesamt online erscheinen, sich durch Werbung finanzieren und dem Vernehmen nach eine respektable Rendite erzielen. Eine wichtige Sparte ist auch E-Mail-Kommunikation für Unternehmen. Der Umsatz liegt im einstelligen Millionenbereich, die Mitarbeiterzahl bei 30.

Der Einstieg bei Finanzpark ist wohl nur der erste Schritt einer größeren Comeback-Geschichte. Weimer, der nächste Woche einen Roman über den Berliner Politbetrieb veröffentlicht („Heimspiel"), plant weitere Übernahmen, vor allem aber spricht er mit Großverlagen über eine neue Zeitschrift, die nichts mit Wirtschaft zu tun haben soll.

Dass Weimer neue Titel erfinden und am Markt durchsetzen kann, hat er mit „Cicero" schon mal eindrucksvoll bewiesen. js
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