Wirtschaftsportale profitieren von der Krise

Montag, 10. November 2008
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Die aktuelle Finanzmarktkrise wirkt sich spürbar auf das Online-Nutzungsverhalten der Verbraucher aus. Dies zeigen die Zahlen der IVW Online für den Monat Oktober 2008. Demnach verbuchen Websites rund um das Thema Finanzen und Wirtschaft einen rapiden Anstieg der Zugriffe. Die Page Impressions (PIs) des N-TV-Ablegers Telebörse steigen beispielsweise um ganze 118 Prozent gegenüber September (auf 16,9 Millionen PIs), das Portal Finanztreff.de legt um knapp 85 Prozent zu (auf 67,8 Millionen PIs) und die Website Finanzen.net um mehr als 79 Prozent (auf 49,5 Millionen PIs) zu. Auch die Internetangebote der Verlage profitieren von der Krisenstimmung. Manager Magazin Online klettert um 68 Prozent auf rund 43 Millionen PIs, Handelsblatt.com um 48 Prozent auf knapp 49 Millionen (PIs) und der Web-Auftritt der „Financial Times Deutschland" steigert seine Seitenabrufe um 35 Prozent auf 42 Millionen PIs. An der aktuellen IVW-Erhebung lässt sich auch die sinkende Konsumfreude der Verbraucher ablesen. So müssen Shopping-Portale kräftige Rückgänge einstecken. Zum Beispiel der Automarkt Mobile.de erreicht nur noch circa 1,6 Milliarden PIs, was ein Verlust von 8 Prozent gegenüber dem Vormonat bedeutet. Das Reiseportal Holiday-Check verliert 10 Prozent und der Konkurrent Expedia 16 Prozent.

Abgesehen von den Veränderungen durch die Finanzkrise bietet der Monat Oktober ein gutes Klima für Internetangebote. Angesichts des ungemütlichen Wetters steigt die Web-Nutzung deutlich an, sodass die große Mehrheit der Websites ein dickes Plus verbucht. An der Spitze stehen weiterhin unangefochten die Communitys SchülerVZ (knapp 6 Milliarden PIs), StudiVZ (4,3 Milliarden PIs) und Wer-kennt-wen.de (4,2 Milliarden PIs). Gelistet nach Visits liegt das Content-Angebot von T-Online an der Spitze (339 Millionen Visits), gefolgt von MSN (256 Millionen Visits) und Yahoo (188 Millionen Visits). bn
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