Wirtschaftskrise ist bei der Jugend angekommen

Freitag, 11. Dezember 2009
Bauer Media erfragt im Bravo Trend Monitor, was Jugendliche beschäftigt
Bauer Media erfragt im Bravo Trend Monitor, was Jugendliche beschäftigt

Der „Bravo Trend Monitor" offenbart, welche Themen für Jugendliche besonders relevant sind und wie es um ihre Finanzen bestellt ist. Dazu hat Bauer Media über 1.300 User der Webseite Bravo.de online zu den Themen Wirtschaftskrise, Geld und Weihnachtswünschen befragt. Der Großteil der Befragten war zwischen 13 und 17 Jahre alt (72 Prozent), weiblich (79 Prozent) und noch in der Schulausbildung (74 Prozent). HORIZONT.NET präsentiert die fünf wichtigsten Erkenntnisse über die Jugend von heute. 1. Wirtschaftskrise betrifft fast die Hälfte der Jugendlichen

Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung betrifft 39 Prozent der Jugendlichen und ihre Familien zumindest ein wenig, sieben Prozent sogar stark. Dies äußert sich vor allem darin, dass die Eltern weniger Geld für Luxusgüter, Urlaub und Restaurantbesuche ausgeben. Bei 14 Prozent der Befragten herrscht zu Hause aufgrund der finanziellen Sorgen oft schlechte Stimmung.

2. Gesellschaftliche Themen sind wichtiger als die Liebe

94 Prozent der Jugendlichen geben an, dass sie das Thema Gesellschaft derzeit beschäftigt, Schule, Ausbildung und Job stehen bei knapp 90 Prozent auf der Agenda. Partnerschaft und Liebe sowie Familie müssen hingegen zurückstecken, nur 85 beziehungsweise 71 Prozent der Befragten beschäftigen diese Themen momentan.

3. Kaufkräftige Zielgruppe

Die Haupteinnahmequellen der Jugendlichen sind Taschengeld und spezielle finanzielle Zuwendungen, beispielsweise Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten, im Wert von durchschnittlich knapp 350 Euro pro Jahr. 35 Prozent der Jugendlichen haben zudem einen Nebenjob, in dem sie im Schnitt 74 Euro pro Monat verdienen.

4. Bücher statt Computerspiele

68 Prozent der Jugendlichen geben ihr Geld für Bücher und Zeitschriften aus - nur Klamotten und der Eintritt für Kino oder Disco stehen höher im Kurs. CDs und DVDs sowie Handys gehören für rund 40 Prozent der Befragten zu den üblichen Kaufobjekten. Computer- und Konsolenspiele hingegen rangieren mit nur 34 Prozent eher am Ende der Rangliste.

5. Mädchen wünschen sich am häufigsten Geld zu Weihnachten

Bei knapp einem Drittel der Mädchen steht in diesem Jahr Geld auf dem Weihnachtswunschzettel. Außerdem sind Klamotten, Handys sowie Laptops beliebte Geschenke. Müssten sie sich auf einen Wunsch beschränken, gäbe es bei 11 Prozent der Mädchen ein neues Mobiltelefon zu Weihnachten. Jungen bevorzugen Computer- und Konsolenspiele, für knapp 30 Prozent steht das Thema Gaming bei den Weihnachtswünschen im Mittelpunkt. Aber auch Geld, Computer und Handys sind beliebt und dürfen gerne unter dem Weihnachtsbaum liegen. hor
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