Wired: Knüwer bereitet Deutschland-Start vor

Mittwoch, 15. Juni 2011
Blogger Knüwer entwickelt Wired (Bild: Schulzki)
Blogger Knüwer entwickelt Wired (Bild: Schulzki)

Die Nachricht, dass Condé Nast sein Technologie-Magazin "Wired" nach Deutschland bringt, sorgte Anfang Mai für Furore. Ähnliches Aufsehen dürfte die Personalie erregen, mit der der Verlag das Schicksal des Deutschlandstarts nun verknüpft: Thomas Knüwer leitet ab sofort die Entwicklungsredaktion der Printausgabe und der App. Der ehemalige „Handelsblatt"-Blogger ist einer der profiliertesten Medien- und Marketingblogger Deutschlands und führt das Weblog "Indiskretion Ehrensache" seit 2009 in Eigenregie. Er ist zudem Geschäftsführer und Gründer der digitalen Strategieberatung Kpunktnull. Als Art Director gestaltet Markus Rindermann, der bereits mehrfach bei den Lead Awards ausgezeichnet wurde, den visuellen Auftritt von "Wired".

Der Entstehungsprozess der deutschen "Wired" wird ab morgen vom Redaktionsteam in einem eigenen Weblog unter Wired.de begleitet. In der Internetcommunity stößt das Projekt auf großes Interesse. Das 1993 in San Francisco gegründete Magazin hat Strahlkraft weit über die USA hinaus.

In Deutschland bringt Condé Nast die Marke im Herbst jedoch zunächst als einmalige Ausgabe auf den Markt, die gebündelt mit der Oktober-Ausgabe des Männermagazins "GQ" an den Kiosk kommt. Parallel zu dem Supplement, das am 8. September erscheint, startet die iPad-App. In den USA gilt die App als Benchmark für Tablet-Apps.

"'Wired' ist ein Titel, der vom Zeitgeist getragen wird und ihn prägt. Für uns ist diese Neu-Entwicklung ein Pilotprojekt, bei dem es nicht allein darum geht, den Markt für diesen Titel in Deutschland abzustecken", sagt Moritz von Laffert, Herausgeber von Condé Nast in Deutschland. "Es wird ein Best-Practice-Projekt für die konvergente Arbeitsweise unseres Hauses sein – sowohl von der redaktionellen und technologischen Seite, als auch aus der Vermarktungsperspektive." pap
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