Wintermärchen: Pro Sieben Sat 1-Vorstände negieren Rabattschlacht

Mittwoch, 04. März 2009
P7S1-Vorstand Klaus-Peter Schulz hofft auf Preisstabilität
P7S1-Vorstand Klaus-Peter Schulz hofft auf Preisstabilität

Klaus-Peter Schulz, Salesvorstand von Pro Sieben Sat 1 Media, will die Preise 2009 konstant halten. Derzeit bezichtigen sich die Vermarkter im TV-Markt hinter vorgehaltener Hand gegenseitig einer aggressiven Rabattpolitik. „Das Thema Rabattschlacht können Sie als Wintermärchen abhaken. Wir werden das Medium nicht kaputt machen", sagt jedoch Schulz bei der Präsentation der Jahreszahlen für 2008 in Unterföhring. „Wir werden alles tun, um eine weitere Preiserosion zu vermeiden", so Schulz. Das Thema Preisstabilität hat auch für den seit Monatsbeginn amtierenden neuen Vorstandsvorsitzenden Thomas Ebeling Priorität: „Wir werden das Preisniveau in Deutschland hoch halten", sagt er. Die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren sei nicht schön gewesen. Ebeling hofft, dass TV in der aktuell angespannten wirtschaftlichen Situation als Gattung insgesamt Marktanteile gewinnen kann. „Die Kunden setzen in der Rezession verstärkt auf TV", sagt Ebeling.

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Insbesondere für die eigene Gruppe, die pro-forma 2008 einen Umsatzrückgang von 5,7 Prozent hinnehmen musste, will der Pro Sieben Sat 1-Vermarkter Seven-One Media dieses Jahr Werbemarktanteile zurückholen. Nach der Einführung des gefloppten Vermarktungsmodells in Deutschland für 2008 hatte die Gruppe vor allem im wichtigen deutschen Geschäft deutliche Einbussen hinnehmen müssen.

In den ersten beiden Monaten (bis 22. Februar 2009) hat Seven-One Media bereits Boden gutgemacht und laut Nielsen brutto rund 43,6 Prozent auf sich vereint (plus 2,5 Prozentpunkte zu 2008). Zum Vergleich: Der größte Wettbewerber, RTL-Vermarkter IP Deutschland in Köln, musste einen Rückgang von 36,6 Prozent in 2008 auf 31,6 Prozent in den ersten Wochen 2009 hinnehmen. Zu den tatsächlichen Nettozahlen machen die Vermarkter keine Angaben. pap
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