Wikileaks: Shitstorm über Paypal und Amazon

Montag, 06. Dezember 2010
Paypal-Nutzer rufen zum Boykott auf
Paypal-Nutzer rufen zum Boykott auf
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Der Online-Bezahldienst Paypal und Amazons Cloud-Service bekommen nun den Zorn der Digital Natives zu spüren, nachdem die Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Enthüllungs-Plattform Wikileaks gekündigt haben. Es hagelt Boykott-Aufrufe unter dem Motto "Byepal". Auch auf den Fanpages bei Facebook erlebte vor allem Paypal am Wochenende einen regelrechten "Shitstorm". Sowohl auf den internationalen Facebook-Seiten, aber auch auf den deutschen Ablegern machen sich viele Nutzer ihrem Unmut Luft.

"Transparenz ist ein hohes Gut und Grundlage der Demokratie. Ihre Entscheidung das Wikileaks Spendenkonto zu löschen kann ich weder moralisch noch gesellschaftlich unterstützen. Aus diesen Grund kann ich die Geschäftsbeziehung mit Ihnen nicht weiter aufrecht erhalten", schreibt ein Kommentator.

"Shame On You! I will tell all my friends to quit their Pay-Pal account", heißt es beispielsweise auf der englischsprachigen Pinnwand.

Paypal kommentierte die Kritik bei Facebook mit einem kurzen Statement: "Wikileaks wird polarisierend diskutiert. Es gibt unterschiedliche Meinungen. Paypal hat sich entschieden, die Geschäftsbeziehung zu Wikileaks zu beenden. Dies geschah unter Berücksichtigung der "Acceptable Use Policy". Zu dieser Überprüfung sind wir verpflichtet und sie findet regelmäßig statt. Viele werden diese Entscheidung richtig finden - Es wird aber nicht jeder zum selben Schluß kommen."

Auch Amazon ist Zielscheibe der Verweigerer. "Ab heute ein Kunde weniger. Ich finde es scheusslich wenn man sich so intrumentalisieren lässt", heißt es auf der Fanpage.

Inzwischen gibt es bei Facebook auch eine Community-Site "Alternativen zu Amazon". Die von Bjoern Eichstaedt, Geschäftsführer der PR-Agentur Storymaker, gegründete Gruppe hat inzwischen knapp 300 Mitglieder. ork
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