Werbungtreibende kürzen Online-Spendings / Magazine stürzen ab

Donnerstag, 14. Februar 2013
Onlinewerbung verliert im Januar Umsätze (Foto: Fotolia)
Onlinewerbung verliert im Januar Umsätze (Foto: Fotolia)

Die ersten Nielsenzahlen des Jahres warten mit einer echten Überraschung auf:  Erstmals seit Jahren muss das Internet ein Minus bei den Werbespendings verkraften.  Die Online-Ausgaben der Unternehmen gingen laut der aktuellen Analyse der Hamburger Markforscher um knapp drei Prozent auf brutto 177,2 Millionen Euro zurück. Damit wird erstmals Realität, was sich im vergangenen Jahr bei der Mitgliederverammlung der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) angedeutet hat: die Unternehmen fahren teilweise ihre Online-Investitionen zurück. Ob das ein Trend ist oder ein Warnschuss werden die nächsten Wochen zeigen.

Der Verteilungskampf zwischen den Gattungen wird sich allerdings weiter verschärfen. Denn insgesamt steht der Werbemarkt stabil da. 1,75 Milliarden Euro brutto an Werbeinvestitionen bedeuten ein leichtes Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Nach wie vor unter Druck steht dabei Print. Die Tageszeitungen verlieren knapp 6 Prozent, die Fachzeitschriften rund 8 Prozent. Dramatisch ist die Lage bei den Magazinen zu Jahresbeginn. Hier brechen die Ausgaben auf Bruttobasis um 10 Prozent ein. Ganz anders die Situation bei Radio. Die Gattung legt zu Beginn des Jahres gut 19 Prozent zu (125,6 Millionen Euro). Gut läuft es auch auch für Out of Home. Die Außenwerbung verzeichnet ein Plus von 8,5 Prozent (88,6 Millionen Euro). Ebenfalls im Plus ist TV. 690,4 Millionen Euro bedeuten ein Plus von knapp fünf Prozent.

Stärkster Werbungtreibender im Januar war Media-Saturn. Der Ingolstädter Elektronikriese geht nach seinem Sparkurs im vergangenen Jahr jetzt scheinbar wieder in die Offensive. Um satte 71,2 Prozent auf 40,2 Millionen Euro hat die Metro-Tochter die Spendings erhöht. Damit verweist der Händler Procter & Gamble und L'Oréal auf die Plätze. Und noch eine bemerkenswerte Veränderung gibt es: Der Handel liegt erstmals wieder im Plus. 128,2 Millionen Euro bedeuten gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 11,3 Prozent. mir
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