Werbung in Computerspielen muss intelligent plaziert sein

Dienstag, 06. Juli 2010
Initiative hat den Markt für In-Game-Advertising unter die Lupe genommen
Initiative hat den Markt für In-Game-Advertising unter die Lupe genommen

Das Medianetzwerk Initiative (IM) will's offensichtlich wissen. Binnen weniger Tage bringt die Mediatochter der New Yorker Interpublic-Holding eine zweite Studie heraus, die die neuen digitalen Werbemöglichkeiten untersucht. Nach dem Mobile-Internet geht es dieses Mal um das Thema In-Game-Advertising, also um Werbung in Computerspielen, die im weltweiten Netz von zum Teil Millionen Usern gespielt werden. Die Studie, die dieses Phänomen untersucht, trägt den langen Titel: "In-Game Advertising: Gaming is a global phenomenon and presents huge opportunities for advertisers". Laut IM-Schätzung gibt es in Deutschland derzeit rund elf Millionen Gamer, die zwischen 14 und 39 Jahre alt sind. Davon spielen ungefähr acht Millionen Personen online. Aufgrund der Digitalisierung würden sich laut IM-Erhebung die Computerspiele von dem bisherigen Nischenprodukt zu einem Medium mit rekordverdächtigen Reichweiten entwickeln. Als Beispiel nennt die IM-Untersuchung das Social Game "Farmville", das innerhalb von nur dreieinhalb Monaten die Schallmauer von 50 Millionen Usern weltweit durchbrach. Laut Berechnungen der IM-Experten wären im Radio 38 Jahre und im Fernsehen 13 Jahre nötig gewesen, um diese Reichweite zu entwickeln. Da die Gamer-Community nicht nur groß sondern auch ein hohes Maß an persönlichem Involvement mitbringe, ergeben sich laut IM-Untersuchung gute Möglichkeiten für die Werbungtreibenden, die Zielpersonen individuell und nachhaltig zu erreichen.

Welche Richtwerte für die In-Game-Werbung gelten, wurde im Rahmen der IM-Studie an drei Kundenbeispielen in den USA untersucht. Dabei handelt es sich um den Launch des Autos Kia Soul, den Start des Familienfilms "The Spy Next Door" von Lionsgate und den Softdrink Dr. Pepper.

Die Erkenntnis aus diesen Fallbeispielen lautet: Der Kontext zwischen der digitalen Welt des Spiels und dem Spieler ist maßgeblich und muss verstanden werden. So kann die Marke, die in dem Spiel beworben wird, in den Dialog mit dem Gamer treten. Aufgrund des unendlichen virtuellen Raums seinen die Möglichkeiten hierfür unbegrenzt. "Wenn die Möglichkeiten intelligent genutzt werden, wird die Markenbekanntheit und die Kaufabsicht mit nur einem Kontakt nachhaltig gesteigert", steht in der Game-In-Studie. ejej
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