Werbeverbot in ARD-Radio: VPRT stellt Ausstiegsplan vor

Dienstag, 13. April 2010
Hillmoth stellt Ausstiegsplan vor
Hillmoth stellt Ausstiegsplan vor

Der private Rundfunkverband VPRT fordert erneut ein Werbe-Aus im öffentlich-rechtlichen Radio. Nach den Plänen von Hans-Dieter Hillmoth, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VPRT, soll die Werbung in den ARD-Radiosendern perspektivisch verboten werden. Hillmoths Haltung ist jedoch auch im Lager der privaten Radiomacher umstritten. Die Gegner eines Werbeverbots fürchten, dass eine flächendeckende Kampagnenabdeckung ohne die öffentlich-rechtlichen Sender angesichts der zersplitterten Radiolandschaft in Deutschland schwierig wäre und große Werbungtreibende dem Medium dann ganz den Rücken kehren könnten.

An diesen Kritikpunkt anknüpfend stellt Hillmoth nun auch einen differenzierteren, drei Punkte umfassenden Ausstiegsplan vor: Die öffentlich-rechtliche Radiowerbung soll vorerst bundesweit weiter zugelassen bleiben, die Obergrenze für Werbung auf maximal 60 Minuten festgelegt, und bei der Preisgestaltung der ARD-Werbetöchter müsse sichergestellt werden, dass die Vermarktung durch diese „tatsächlich marktkonform" erfolgt.

Perspektivisch will Hillmoth den kompletten Ausstieg. Die negativen Erfahrungen in Frankreich machen aber auch diverse Privatsender skeptisch. pap
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