Werbetrend 2010: Talsohle in der B-to-B-Kommunikation durchschritten

Montag, 22. März 2010
Die Fachpresse-Umfrage macht Hoffnung
Die Fachpresse-Umfrage macht Hoffnung

Entscheider erwarten in diesem Jahr wieder einen leichten Aufwärtstrend bei den Werbeausgaben im B-to-B-Bereich. Das belegt die Studie „Werbetrend 2010", für die TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Fachpresse zum dritten Mal 220 Marketing- und Media-Entscheider in Unternehmen und Agenturen sowie Anzeigenleiter von Fachverlagen befragt hat. Drei Viertel der befragten Unternehmen und Agenturen rechnen mit zunehmenden oder stabil bleibenden Werbeausgaben in diesem Jahr. Am optimistischsten sind dabei die befragten Agenturen. Zum Vergleich: 2009 rechneten noch drei Viertel der befragten Unternehmen mit abnehmenden Werbeetats.

Als einen Grund für die optimistischen Erwartungen nennt die Deutsche Fachpresse die Einschätzung der Gesamtwirtschaft. Hier gehen knapp 60 Prozent der Agenturen und Unternehmen von einer positiven Entwicklung im laufenden Jahr aus. Die Einschätzungen für das eigene Unternehmen sind mit 74 Prozent noch optimistischer. Die Agenturen bewerten die Aussichten für ihre Kunden ähnlich gut. Auch die Verlage sind zuversichtlich: Zwei Drittel erwarten für 2010 eine positive Entwicklung, im Vorjahr wagten nur 36 Prozent eine positive Prognose für das laufende Jahr.

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Dabei ist Online-Werbung weiter auf Wachstumskurs. 43 Prozent der Unternehmen und 80 Prozent der Agenturen rechnen mit steigenden Werbeausgaben im Bereich Onlinewerbung. Ihr Anteil im Werbemix könnte 2010 auf knapp 20 Prozent steigen (2009: 16 Prozent). Bei Printanzeigen sind die Befragten verhaltener: Knapp die Hälfte der Unternehmen geht von konstanten Budgets für Fachanzeigen aus, nur 17 Prozent rechnen mit steigenden, ein Drittel mit abnehmenden Etats. Auch die meisten Verlagsvertreter gehen im besten Fall von stagnierenden Print-Etats aus.

Ähnlich optimistisch wie die Onlinewerbung bewerten die Befragten auch die Werbeausgaben für Messen und Direktwerbung. Insgesamt bleiben Messen und Printanzeigen mit einem Budgetanteil von mehr als 50 Prozent auch weiterhin die Basis der B-to-B-Kommunikation.

Der „Werbetrend 2010" hat außerdem das Buchungsverhalten untersucht. Verlagsvertreter und Agenturen sind mehrheitlich überzeugt, dass aktuell immer kurzfristiger geplant wird. Die Unternehmen sind da anderer Meinung: Ihrer Ansicht nach wird immer noch langfristig geplant, aus taktischen Gründen wird aber oftmals kurzfristig entschieden und gebucht. se
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