Werbeträgerstatistik: Anzeigenmarkt der Fachpresse bricht ein

Freitag, 17. April 2009
Die Anzeigenskrise hat auch die Fachpresse eingeholt
Die Anzeigenskrise hat auch die Fachpresse eingeholt

Die Krise hat mit leichter Verzögerung auch die Fachpresse erreicht. Das ist das Ergebnis der Werbeträgerstatistik für das 1. Quartal 2009, die die Vertriebsunion Meynen herausgibt. Basis bildet die Auswertung von 417 Fachzeitschriften mit insgesamt 1.361 Ausgaben in 53 Fachbranchen. Insgesamt flossen ein Fünftel weniger Umsätze aus Printanzeigen in die Kassen der Fachverlage. Das bedeutet fast 34 Millionen Euro weniger Werbeerlöse. Damit wurden die von Experten erwarteten Umsatzeinbrüche zum Teil noch kräftig überboten.

Nur neun von 53 Fachmärkten können noch zulegen. Mehr Anzeigen als im Vorjahresquartal verkaufen unter anderem die Segmente Küchenhandel (plus 43,8 Prozent) Lebensmitteltechnik (plus 30,2), Lebensmittelhandel (plus 30,2), Personalwesen (plus 12,4) und Medizintechnik (plus 3,6). Nimmt man Top-100-Inserenten des Werbemarktindexes und vergleicht die Werbeumsätze im 1. Quartal 2009 mit der Vorjahresperiode, so sanken deren Bruttoausgaben laut der Studie um 50 Prozent.

 Am stärksten unter der Krise leiden die Segmente Blechverarbeitung (minus 65,8 Prozent) Metallverarbeitung  (minus 53,8 Prozent) Laser/Photonik (minus 44 Prozent) und Automobiltechnik (minus 41,9 Prozent).

"Es besteht die begründete Hoffnung, dass die in der nächsten Woche beginnende Hannover Messe positive Signale aussendet. Dann werden auch die großen Unternehmen den Weg zurück in die Fachpresse finden", heißt es bei der VU Meynen. se
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