Werbestatistik: "BamS" steht im Januar an der Spitze / Wirtschaftstitel erholen sich

Freitag, 25. Februar 2011
"Cicero" legt um 66 Prozent zu
"Cicero" legt um 66 Prozent zu

Das Werbegeschäft der Zeitschriften hat sich im Januar sehr gut entwickelt. Die Bruttowerbeerlöse belaufen sich insgesamt auf rund 284 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 10 Prozent entspricht. Dies geht aus der Statistik von Nielsen hervor, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) seit Anfang des Jahres anstelle seiner früheren Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) ausweist. Im vielbeachteten Segment der aktuellen Zeitschriften und Magazine steigen die Umsätze sogar noch stärker - um ganze 19 Prozent. Mit Ausnahme von "Daheim in Deutschland" (minus 52,7 Prozent) legen alle Titel in dieser Kategorie prozentual zu. Am deutlichsten wächst das politische Magazin "Cicero" von Ringier mit plus 66 Prozent und kommt nun auf 545.000 Euro. Auch "View" (47,6 Prozent) und "Bild am Sonntag" (31,1 Prozent) performen stark. Von den drei Nachrichtenmagazinen zieht der "Stern" die beste Bilanz. Der Gruner+Jahr-Titel legt um 24 Prozent zu und erreicht 10,9 Millionen Euro Bruttowerbeerlöse. Burdas "Focus" steigert sich um 9 Prozent auf knapp 7 Millionen Euro und "Der Spiegel" kommt bei einem leichten Plus von 1,4 Prozent auf 8,9 Millionen Euro.

Der "Stern" steigert seine Bruttowerbeerlöse auf 10,9 Millionen Euro
Der "Stern" steigert seine Bruttowerbeerlöse auf 10,9 Millionen Euro
Von allen erhobenen Titel verbucht Axel Springers "Bild am Sonntag" im Januar die höchsten Bruttowerbeumsätze: 12,5 Millionen Euro stehen hier zu Buche. Dahinter liegt der "Stern", gefolgt von "Der Spiegel" und der Frauenzeitschrift "Brigitte" (7,9 Millionen Euro). Zu den Top Ten gehören außerdem "Focus", "Freundin" (6 Millionen Euro), "ADAC Motorwelt" (5,7 Millionen Euro), "TV Movie" (5,5 Millionen Euro), "Auto Bild" (5,4 Millionen Euro) und "Bild der Frau" (5,1 Millionen Euro).

Neben den aktuellen Zeitschriften und Magazinen gehört das Segment Wohn- und Gartenzeitschriften zu den Printkategorien mit der steilsten Wachstumskurve nach oben. Insgesamt steigen hier die Werbeerlöse um 20,2 Prozent. Unter den auflagenstarken Magazinen kann "Landlust" die größten Zuwächse vorweisen. Die Zeitschrift aus dem Landwirtschaftsverlag in Münster verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 92,4 Prozent und erreicht 1,3 Millionen Euro. Der starke Anstieg ist jedoch der Tatsache geschuldet, dass der Titel noch recht jung im Markt ist und die Anzeigenkunden ihn erst jetzt aufgrund des Auflagenerfolgs für sich entdecken. Dagegen ist "Schöner Wohnen" bereits seit mehreren Jahrzehnten im Markt etabliert und kann dennoch mit 32,5 Prozent (2,2 Millionen Euro) einen gewaltigen Sprung nach vorne machen.

Nachdem die Konjunkturkrise besonders die Wirtschaftstitel hart getroffen hat, erholt sich auch dieses Segment wieder. Insgesamt steigen die Bruttowerbeumsätze um 19,2 Prozent. Zu dieser Entwicklung tragen die Magazine "Guter Rat (plus 70 Prozent), "Harvard Business Manager (plus 55,2 Prozent) und die "Wirtschaftswoche" (plus 34 Prozent) maßgeblich bei.

Die Programmies legen insgesamt um 13 Prozent zu. Der umsatzstärkste Titel "TV Movie" verbessert sich leicht um 3,1 Prozent  auf 5,5 Millionen Euro. Auf Platz 2 steht "TV Digital" (plus 12,6 Prozent) mit 4,9 Millionen Euro und auf dem Bronzerang folgt "TV Spielfilm" (plus 21,2 Prozent) mit 4,8 Millionen Euro. Dagegen müssen unter anderem "Fernsehwoche" (minus 4 Prozent) und "TV Pur" (minus 27,9 Prozent) Federn lassen. bn
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