Werbemarkt: Einbruch zum Jahresbeginn

Donnerstag, 01. Februar 2001

Nachlassende Konjunktur, die Dauerkrise der Dot.coms - für die Verlage und TV-Sender beginnt 2001 mit einem dicken Minus bei Anzeigen und Spots. Beispiele gefällig: Bei "Focus" wurden in den ersten fünf Ausgaben des Jahres 12,5 Prozent weniger Anzeigenseiten geschaltet als im Vorjahr. "Spiegel" meldet ein Minus von 18,2 Prozent, der "Stern" muss einen Anzeigenrückgang von 19,5 Prozent hinnehmen.

Bei den privaten TV-Sendern sieht es nicht besser aus. Zwar versucht sich Walter Neuhauser, Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland, noch in Schadensbegrenzung und betont, dass die Einbuchungen im Januar nur im "einstelligen Bereich unter den Erwartungen" liegen. Dass die weltweite ökonomische Verunsiche-rung, die auch hierzulande zu einer Zurücknahme der Wachstumsprognosen geführt hat, bereits den deutschen Wer-bemarkt erfasst hat und Werbegelder eingefroren werden, kann Christian Schlottau, Leiter Marketing beim Spiegel-Verlag, "pauschal" nicht bestätigen.

Aber bei den Autokonzernen rechnet der "Spiegel"-Mann durchaus damit, dass deren Werbebudgets "deutlich verringert werden". Prognosen über die weitere Entwicklung des gesamten Werbejahres 2001 will zum jetzigen Zeitpunkt niemand wagen. (Alle Hintergründe in HORIZONT 5/2001)

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