Werbekrise beschert Rupert Murdochs News Corp. Milliardenverlust

Freitag, 06. Februar 2009
Rupert Murdoch dürfte das Lachen angesichts der Quartalszahlen vergangen sein
Rupert Murdoch dürfte das Lachen angesichts der Quartalszahlen vergangen sein

Von der Werbekrise bleibt niemand verschont, auch Rupert Murdoch nicht. Dessen Medienkonzern News Corp. meldet den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte - mit 6,4 Milliarden Dollar rutschte das ansonsten so erfolgsverwöhnte Unternehmen im Ende Dezember abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal in die roten Zahlen. Im Vorjahreszeitraum hatte die News Corporation noch einen Gewinn in Höhe von 832 Millionen Dollar eingefahren. Der Umsatz fiel um mehr als acht Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar.

Murdoch gab bei der Verkündung der Zahlen zu, dass der Abschwung "noch heftiger" sei als erwartet. Sorgenkinder sind vor allem die lokalen TV-Sender in den USA, die unter den geringeren Werbeausgaben der Autobauer leiden, sowie die Printmedien. Im TV-Geschäft sowie in der Zeitungs- und Nachrichtensparte musste News Corp. im 2. Quartal rund 8,4 Milliarden Dollar abschreiben.

Angesichts des schlechten Quartalsergebnisses kündigte die Mediengruppe rigorose Einsparungen und einen Stellenabbau an. Zur News Corporation gehören neben Zeitungen wie der britischen "Times" oder dem "Wall Street Journal" die Sendergruppen Fox und Sky sowie das Web-Netzwerk MySpace. Murdoch ist außerdem Großaktionär beim angeschlagenen deutschen Pay-TV-Anbieter Premiere, der für seine Sanierung dringend eine Finanzspritze Murdochs benötigt.

Den Weg dafür hatte erst kürzlich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) freigemacht, indem sie Murdoch von einem Pflichtangebot für die anderen Aktionäre befreite. Dies hatte Murdoch zur Bedingung ein weiteres finanzielles Engagement gemacht. mas
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