Werbeerlöse der Zeitschriften ziehen wieder an

Freitag, 15. Juli 2011
"Glamour" konnte den Umsatz um satte 37 Prozent steigern
"Glamour" konnte den Umsatz um satte 37 Prozent steigern

Gute Nachrichten für die Zeitschriftenverlage: Die Werbeerlöse der Magazine haben im ersten Halbjahr des Jahres wieder angezogen. Das Gros der Zeitschriften liegt nach den aktuellen Daten der Nielsen-Anzeigenstatistik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Plus. Insgesamt erzielten die von Nielsen erfassten Zeitschriften in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Bruttoumsatz in Höhe von 1.733 Millionen Euro - der Markt lag damit mit 6,8 Prozent im Plus. Der umsatzstärkste Titel in Deutschland ist weiterhin der "Stern" mit Brutto-Werbeerlösen in Höhe von 69,9 Millionen Euro (plus 4,1 Prozent). Knapp dahinter folgt die "Bild am Sonntag" mit 68,8 Millionen Euro Umsatz (plus 2,1 Prozent). Der "Spiegel" kann seine Erlöse leicht auf 60,6 Millionen Euro steigern.

Der "Focus" kann die zuletzt wieder positive Auflagenentwicklung dagegen noch nicht in klingende Münze umwandeln: Die Erlöse gaben im ersten Halbjahr um 5,5 Prozent (rund 2,7 Millionen Euro) auf 46,5 Millionen Euro nach. Damit gehört das Magazin von Hubert Burda Media auch zu den größten Verlierern auf dem Werbemarkt. Noch größere Verluste muss lediglich die "Sport Bild" einstecken, deren Erlöse um 17,6 Prozent auf 17,3 Millionen Euro einbrechen. Ebenfalls empfindlich abwärts geht es beim Jugendmagazin "Bravo" (minus 1,47 Mio. Euro), dem Frauentitel "Lisa" (minus 1,22 Mio. Euro) und "PC Welt" (minus 960.000 Euro).

Die größten Gewinnern sind die Frauenzeitschrift "Glamour" mit einem Umsatzplus von 36,8 Prozent bzw. 6,16 Millionen Euro, "Auto Bild" (plus 4,34 Mio Euro) und "Instyle" (plus 4,33 Mio. Euro).

Für seine Bruttowerbestatistik zählt Nielsen die Anzeigenseiten der einzelnen Zeitschriften und multipliziert diese mit den offiziellen Anzeigenpreisen der Titel. Offizielle und inoffizielle Rabatte, Provisionen, Gegengeschäfte und Eigenanzeigen werden in der Nielsen-Statistik allerdings nicht herausgerechnet, so dass keine direkten Rückschlüsse auf die Nettowerbeerlöse der Titel möglich sind. dh
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