Werbeerlöse: "Bild am Sonntag" löst "Stern" als umsatzstärksten Titel ab

Freitag, 12. August 2011
Die BamS ist laut Nielsen der umsatzstärkste Printtitel
Die BamS ist laut Nielsen der umsatzstärkste Printtitel

Das Wachstum im Print-Werbemarkt hat sich im Juli leicht abgeschwächt. Das geht aus der aktuellen Anzeigenstatistik auf Grundlage der Nielsen-Zahlen hervor. Insgesamt liegen die Bruttowerbeerlöse der erfassten Zeitschriften bis einschließlich Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent im Plus. Die "Bild am Sonntag" hat den "Stern" im Juli als umsatzstärksten Titel vom Thron gestoßen. Insgesamt erzielte die "BamS" in den ersten sieben Monaten des Jahres Brutto-Werbeerlöse in Höhe von 77,5 Millionen Euro - ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der "Stern" kommt bis einschließlich Juli auf Erlöse von 77,3 Millionen (plus 3,7 Prozent). Auch der "Spiegel" liegt mit 3 Prozent im Plus und erreicht einen Umsatz von 67,9 Millionen Euro. Nach wie vor im Minus ist dagegen der "Focus", wenngleich mit aufsteigender Tendenz. Das Magazin von Hubert Burda Media erzielte einen Werbeumsatz von 51,6 Millionen Euro, 5,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Zu den großen Gewinnern gehören die Frauenzeitschrift "Glamour", die ihre Erlöse absolut um 6,2 Millionen Euro nach oben schrauben konnte, "Auto Bild" mit einem absoluten Umsatzwachstum von 4,8 Millionen Euro und "Instyle", die ihre Erlöse um rund 4,1 Millionen Euro steigern konnte.

Zu den Verliereren zählen neben dem "Focus" auch "Sport Bild", mit einem  Umsatzrückgang von fast 3,5 Millionen Euro, und "House and More": Bei dem Kundenmagazin von Schwäbisch Hall brechen die Werbeerlöse um rund 1,9 Millionen Euro ein.

Für seine Bruttowerbestatistik zählt Nielsen die Anzeigenseiten der einzelnen Zeitschriften und multipliziert diese mit den offiziellen Anzeigenpreisen der Titel. Offizielle und inoffizielle Rabatte, Provisionen, Gegengeschäfte und Eigenanzeigen werden in der Nielsen-Statistik allerdings nicht herausgerechnet, so dass keine direkten Rückschlüsse auf die Nettowerbeerlöse der Titel möglich sind. dh
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